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Backpacking in Bolivien: Route, Kosten und Tipps
Bolivien

Backpacking in Bolivien: Route, Kosten und Tipps

Backpacking in Bolivien ist ideal, wenn du spektakuläre Landschaften, indigene Kultur und ein günstiges, aber manchmal herausforderndes Reiseland suchst. Ich habe Bolivien 2025 ausführlich bereist und alle Orte besucht, die ich dir in diesem Artikel vorstelle. Mein persönlicher Höhepunkt war der Salar de Uyuni.

Für eine erste Reise solltest du mindestens zwei, besser drei Wochen einplanen. Eine abwechslungsreiche Route verbindet La Paz und den Titicacasee mit Sucre, Potosí und einer mehrtägigen Tour durch den Salar de Uyuni. Wenn du mehr Zeit hast, kannst du zusätzlich Rurrenabaque, Coroico, den Sajama-Nationalpark oder Santa Cruz einbauen.

Bolivien verlangt etwas Flexibilität: große Höhenunterschiede, lange Busfahrten, kurzfristige Fahrplanänderungen und Straßenblockaden können deine Planung durcheinanderbringen. Genau deshalb solltest du nicht jeden Tag verplanen. In diesem Guide findest du meine Erfahrungen sowie praktische Tipps zu Route, Kosten, Bussen, Sicherheit und Reisezeit.

Warum sich Backpacking in Bolivien lohnt

  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Bolivien ist weiterhin ein günstiges Reiseland. Nach meinen Erfahrungen solltest du als Backpacker ohne größere Touren etwa 30 bis 45 Euro pro Tag einplanen. Mit Inlandsflügen, privaten Zimmern und Ausflügen liegt das Budget entsprechend höher.
  • Nervenkitzel: Erklimme die höchsten Berge, schwimme mit Flußdelphinen, seile dich von einem Bürogebäude ab oder fahre mit dem Mountainbike die „Todesstraße“ hinunter; Backpacking in Bolivien steckt voller intensiver Adrenalin-Herausforderungen.
  • Vielfältig mit Tradition: Bolivien umfasst hohe Anden, dichten Amazonas-Dschungel und grenzt an den höchstgelegenen schiffbaren See der Welt, den Titicaca-See. Es besitzt die höchste Dichte an indigenen Einheimischen aller südamerikanischen Staaten. Sie alle pflegen ihre Rituale und Traditionen, wie z.B. den Pachamama Kult. Aus diesem Grund ist das Land heute als multinationaler Staat Boliviens bekannt, der viele verschiedene Völker beheimatet.
  • Salar de Uyuni: Der Salar de Uyuni war mein persönlicher Höhepunkt der Reise. Nicht nur die schier endlose Salzfläche, sondern auch die farbigen Lagunen, Vulkane, Geysire und Wüstenlandschaften der dreitägigen Tour machen den Südwesten Boliviens einzigartig.

Bolivien Backpacking auf einen Blick

  • Empfohlene Reisedauer: mindestens 2 Wochen, besser 3 bis 4 Wochen
  • Typisches Tagesbudget: etwa 30 bis 45 Euro ohne größere Touren
  • Klassische Route: La Paz – Titicacasee – Sucre – Potosí – Uyuni
  • Beste Reisezeit fürs Hochland: meist Mai bis Oktober
  • Größte Herausforderung: Höhe, lange Transfers und kurzfristige Änderungen
  • Mein Favorit: die dreitägige Tour durch den Salar de Uyuni und den Altiplano

Backpacking-Route durch Bolivien für 2 Wochen

Wenn du zum ersten Mal nach Bolivien reist, ist diese Route ein guter Kompromiss aus Landschaft, Städten und Kultur. Plane zusätzlich etwas Puffer ein, denn Busse, Wetter oder Straßenblockaden können für Verzögerungen sorgen.

StationZeitDas lohnt sich
La Paz3 NächteAltstadt, Seilbahnen, Märkte und Akklimatisierung
Copacabana & Isla del Sol2 NächteTiticacasee, Wanderungen und kleine Dörfer
Sucre3 NächteKolonialarchitektur, Märkte und Ausflug zum Maragua-Krater
Potosí1 NachtAltstadt und Geschichte des Cerro Rico
Uyuni & Altiplano3 Nächtedreitägige Salar-Tour mit Lagunen und Geysiren
Puffer & Transfers2 NächteReserve für lange Fahrten oder Änderungen

Die Route funktioniert in beide Richtungen. Wenn du anschließend nach Chile weiterreist, bietet sich eine Uyuni-Tour zwischen Bolivien und San Pedro de Atacama an.

Bolivien-Route für 3 Wochen

Mit drei Wochen kannst du die klassische Route entspannter reisen und einen weiteren Landesteil ergänzen. Nach La Paz, Titicacasee, Sucre, Potosí und Uyuni würde ich je nach Interesse eine der folgenden Varianten wählen:

  • Natur und Tiere: drei bis vier zusätzliche Tage für Rurrenabaque, die Pampas oder den Madidi-Nationalpark.
  • Wandern und Hochland: zwei bis drei zusätzliche Tage für den Sajama-Nationalpark.
  • Tiefland und Kultur: Santa Cruz mit Amboró-Nationalpark oder der Chiquitania.

Versuche nicht, alle drei Erweiterungen in eine einzige dreiwöchige Reise zu pressen. Die Entfernungen sind groß und Bolivien macht deutlich mehr Spaß, wenn du nicht jeden zweiten Tag in einem Nachtbus sitzt. Weitere Kombinationen findest du in meinen Routen für eine Südamerika-Rundreise.

Kosten beim Backpacking in Bolivien

Die folgenden Werte sind realistische Richtgrößen aus meiner Reise 2025. Preise schwanken nach Ort, Saison, Komfort und Wechselkurs. Vor allem mehrtägige Touren und Inlandsflüge solltest du separat kalkulieren.

AusgabeRichtwert
Bett im Hostel-Schlafsaalca. 8–15 Euro
Einfaches Doppelzimmerca. 20–35 Euro
Einfaches lokales Essenca. 2–5 Euro
Essen im Restaurantca. 6–12 Euro
Fernbus zwischen größeren Städtenje nach Entfernung ca. 8–25 Euro
Dreitägige Uyuni-Tourmeist ca. 150–250 Euro, abhängig von Leistung und Komfort

Für eine einfache Reise ohne größere Touren halte ich 30 bis 45 Euro pro Tag für realistisch. Mit der Uyuni-Tour, Inlandsflügen und privaten Zimmern solltest du im Durchschnitt eher mit 45 bis 70 Euro pro Tag rechnen. Hebe Bargeld möglichst in größeren Städten ab und behalte eine Reserve getrennt vom Portemonnaie.

Backpacking in Bolivien – gut zu wissen

  • Spanisch solltest du einigermaßen sprechen können, bevor du nach Bolivien aufbrichst. Hier sprechen nur wenige Menschen Englisch und mit ein paar Brocken Spanisch kommst du schneller mit den Menschen in Kontakt und kannst dich im Notfall besser verständigen.
  • Internet und SIM-Karte: In Städten und touristischen Unterkünften ist die Verbindung meist ausreichend für Nachrichten, Navigation und Buchungen, kann aber schwanken. Für längere Reisen lohnt sich eine lokale SIM-Karte oder eine eSIM für Südamerika. Lade Tickets und Karten für abgelegene Regionen vorher offline herunter.
  • Warme Duschen: In einfachen Unterkünften wird das Wasser teilweise direkt im Duschkopf elektrisch erhitzt. Berühre keine losen Kabel oder defekten Schalter und bitte im Zweifel die Unterkunft um Hilfe.
  • Bolivien zählt zu den höchstgelegenen Ländern der Erde. Daher macht vielen Reisenden die Höhe zu schaffen. Du solltest dich auf jeden Fall 2-3 Tage akklimatisieren. Es gibt einige Möglichkeiten, die Auswirkungen zu mildern, wie z.B. das Vermeiden von Alkohol, leichtes Essen, langsames Aufsteigen, Vermeiden von anstrengender Bewegung und das Trinken von Koka-Tee.
  • Cash ist King. Habe immer einen Notgroschen in der Tasche, denn gerade in den abgelegenen Gegenden gibt es weit und breit keinen Geldautomaten.

Sicherheit in Bolivien

Ich habe mich in Bolivien überwiegend sicher gefühlt. Trotzdem solltest du besonders an Busbahnhöfen, in großen Städten und bei Nachtfahrten aufmerksam sein. Politische Proteste und Straßenblockaden können Verbindungen kurzfristig unterbrechen. Informiere dich deshalb vor längeren Fahrten über die aktuelle Lage und plane zeitlichen Puffer ein. Achte außerdem auf folgende typische Risiken:

  • Taschendiebstahl: Pass auf dein Gepäck auf, gerade in Busbahnhöfen oder großen Menschenmengen.
  • Fake-Polizei: Glaube niemandem, der behauptet, ein Undercover-Polizist zu sein. Der Trick: der angebliche Ordnungshüter will dein Visum überprüfen, um dann mit dir zur Polizeiwache zu gehen. Auf dem Weg dorthin wird man ausgeraubt. Ignoriere also solche „Anmachen“ und verschwinde.
  • Diebstahl durch Ablenkung aka der Ketchup-Trick: Jemand verschüttet Sauce oder Schmutz, um dich abzulenken, während der Komplize die Taschen leer räumt.

Mehr erfahren: Sicherheitstipps für Südamerika

Landesteile & Geografie

Ein großer Teil des Nordens und Ostens Boliviens besteht aus tropischen Tieflandgebieten, einschließlich Dschungelgebieten, die Teil des Amazonas-Regenwaldes sind. Diese Gebiete sind sehr dünn besiedelt und die Heimat mehrerer Nationalparks. Santa Cruz de la Sierra und Rurrenrabaque sind gute Ausgangspunkte für einen Besuch.

Der Süden und Westen Boliviens sind vom hoch gelegenen und deutlich kühleren Altiplano geprägt. La Paz ist der Regierungssitz Boliviens; die Innenstadt liegt ungefähr auf 3.600 Metern, der Flughafen im benachbarten El Alto auf rund 4.070 Metern. Sucre ist die verfassungsmäßige Hauptstadt. In der Umgebung von La Paz liegen unter anderem der über 6.000 Meter hohe Huayna Potosí, die Yungas-Straße und das Valle de la Luna. Coroico befindet sich deutlich tiefer in den grünen Yungas und besitzt ein wärmeres Klima.

Cochabamba besitzt ein angenehmes Klima und eignet sich gut als Zwischenstopp. Sucre ist mit seinen weißen Kolonialbauten, Sprachschulen und Märkten für viele Backpacker eine der angenehmsten Städte des Landes. Im Südwesten liegen der Salar de Uyuni sowie die Vulkan-, Lagunen- und Wüstenlandschaften des Altiplano, die an die chilenische Atacama-Region grenzen.

Backpacking in Bolivien

Beste Reisezeit für Backpacking in Bolivien

Wegen der enormen Höhenunterschiede gibt es in Bolivien keine einheitliche beste Reisezeit. Im Altiplano können die Nächte frostig sein, während im östlichen Tiefland gleichzeitig tropische Temperaturen herrschen. Packe deshalb Kleidung nach dem Zwiebelprinzip sowie guten Sonnen- und Regenschutz ein.

  • Altiplano, La Paz und Trekking: Von Mai bis Oktober herrscht meist Trockenzeit. Die Tage sind häufig klar, nachts wird es auf großer Höhe sehr kalt.
  • Salar de Uyuni: In der Trockenzeit von Mai bis Oktober ist ein großer Teil der Salzfläche befahrbar. Zwischen Januar und März kann eine dünne Wasserschicht den berühmten Spiegeleffekt erzeugen, zugleich können einzelne Routen unpassierbar sein.
  • Amazonas und Tiefland: Die trockenere Zeit von ungefähr Mai bis Oktober erleichtert viele Ausflüge. Während der Regenzeit von November bis April können starke Niederschläge Straßen und Touren beeinträchtigen.

Anreise nach Bolivien

Die wichtigsten internationalen Flughäfen liegen in Santa Cruz de la Sierra und El Alto bei La Paz. Aus Europa bestehen je nach Flugplan Verbindungen über Madrid nach Santa Cruz; außerdem erreichst du Bolivien mit Umstieg über südamerikanische Drehkreuze wie Lima, Santiago, São Paulo oder Buenos Aires. Prüfe Flugtage und Gepäckregeln direkt bei der Airline, da sich Verbindungen ändern können. Wenn du in El Alto landest, plane wegen der Höhe für die ersten Tage ein ruhiges Programm ein.

Nach Bolivien über Land einreisen

Die meisten Backpacker reisen aus anderen Ländern Südamerikas nach Bolivien ein und kombinieren das Land häufig mit den angrenzenden Nachbarn.

  • Aus Peru: Von Puno fahren Busse über die Grenze nach Copacabana und weiter nach La Paz. Copacabana ist zugleich der Ausgangspunkt für Fahrten zur Isla del Sol. Vergleiche Fahrplan, Grenzformalitäten und Preis kurz vor der Reise.
  • Aus Argentinien: Eine häufig genutzte Verbindung führt über La Quiaca in Argentinien und Villazón in Bolivien. Plane für Grenzkontrolle und Weiterfahrt ausreichend Zeit ein.
  • Aus Chile: Besonders beliebt ist die mehrtägige Tour von San Pedro de Atacama nach Uyuni. Alternativ gibt es Busverbindungen aus Nordchile nach Oruro und La Paz. Verbindungen, Unternehmen und Preise solltest du aktuell prüfen.
  • Aus Brasilien/Paraguay: Aus Brasilien kannst du in den grenznahen Städten Corumbá und Cáceres Busse nach Santa Cruz nehmen. Von Paraguay ist eine Busfahrt von der Haupstadt Asuncion nach Santa Cruz in Bolivien möglich. Das Ganze dauert allerdings 26 Stunden und ist nur für die ganz harten Backpacker mit ordentlich Sitzfleisch.
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Bus fahren in Bolivien

Bus fahren in Bolivien ist ein spezielles Abenteuer: Da viele Mitarbeiter am Busbahnhof nicht gut oder kein Englisch sprechen, kann es ziemlich schwierig sein, Informationen darüber zu erhalten, wie du dein nächstes Ziel erreichen kannst. Die Abfahrts- und Ankunftszeiten ändern sich ohne Vorankündigung und die Ticketpreise spiegeln nicht immer die Qualität wider. Sieh Dir am besten vor deiner Fahrt die Busse der Unternehmen etwas genauer an.

Außerdem sind viele Straßen Boliviens immer noch unbefestigt, was das Reisen zwischen den Städten lang, turbulent und holprig macht – Haarnadelkurven, enge Straßen und schwindelerregende Höhen sind keine Seltenheit. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Transport auf dem Land durch Proteste verzögert wird, die Reisende tagelang stranden lassen.

Während der Regenzeit können vor allem im Tiefland Straßen zeitweise unpassierbar werden. Nutze für lange Strecken bekannte Busunternehmen, behalte Wertsachen am Körper und vermeide nach Möglichkeit Nachtfahrten auf schwierigen Routen. Informiere dich am Reisetag in deiner Unterkunft oder am Busbahnhof über Straßenblockaden und den aktuellen Zustand der Strecke.

Mein Tipp: Checke Zeiten der Busse online und kaufe Tickets vorab auf Tickets Bolivia. Somit sparst du dir wertvolle Zeit vor Ort. 

Sehenswerte Orte in Bolivien

Salar de Uyuni

Der Salar de Uyuni im Süden Boliviens ist die größte Salzfläche der Welt – eine Landschaft, die entstand, als der See Tauca in prähistorischer Zeit austrocknete. Der Salar zieht sich über den gesamten Südwesten des Andenstaates bis hin zur chilenischen Grenze auf einer Höhe von 3650 Metern und ist über 10000 Quadratkilometer groß. Es ist ein unglaubliches Gefühl, diese unendliche schneeweiße Landschaft zu sehen, die sich bis zum Horizont und darüber hinaus zieht. Umrahmt ist die Ebene von einer rauen, windzerfressenen Landschaft, geformt aus majestätischen Vulkanen, fauchenden Geysiren und farbenreichen Lagunen – eine surreale Gegend ohne viel Leben.

1 – 2 – oder 3 Tages Touren werden von Uyuni aus angeboten. Der Ort lebt praktisch vom Salzsee Tourismus und du findest Touranbieter en Masse.

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Titicaca-See & Copacabana

Der Titicaca-See liegt an der Grenze zwischen Bolivien und Peru. Es ist der zweitgrößte See Südamerikas und gilt mit einer Höhe von 3821 Metern als das höchste kommerziell befahrbare Gewässer der Welt. Ein großartiger Ausgangspunkt für die Erkundung des Titicaca-See-Gebietes ist die kleine Stadt Copacabana nahe der peruanischen Grenze. Hier ist alles an Backpacker-Reisende angepasst, die Ausflüge zur Isla del Sol machen möchten.

Sehenswert ist die Kirche Basilica de Copacabana, die auf dem ehemaligen Sonnentempel der Inka errichtet wurde und ein Bildnis der Jungfrau von Copacabana beheimatet. Erbaut am Fuße eines kleinen steilen Hügels gehört dieses Bauwerk zu einer der beiden wichtigsten heiligen Stätten Boliviens und ist für indigene Völker und Katholiken gleichermaßen von Bedeutung. Kurios ist: viele Bolivianer lassen u.a. ihr Auto hier weihen.

  • Nicht verpassen: Den sensationellen Sonnenuntergang an der Hafenpromenade oder vom nahegelegenen Hügel aus genießen.
  • Leckere Fischgerichte bekommst du günstig in den Zelten am Ufer.
  • Mache unbedingt eine 2-Tages-Tour zur Isla del Sol mit Übernachtung vor Ort bei Locals und lerne ein wenig mehr über die Kultur.

Ich habe im La Cupula übernachtet, einem hübschen Hostel mit Seeblick und Alpaka im Garten.

Unterkunft-Tipp für Copacabana: La Cupula*
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Isla del Sol & Isla de la Luna

Von Copacabana aus kannst du mit dem Boot zur Isla del Sol und Isla de la Luna fahren, zwei ursprüngliche Inseln im See, die in der Mythologie der Inka eine bedeutende Rolle spielten. Die Isla del Sol gilt als die Geburtsstätte dieses Volkes. Hier soll die Gottheit Viracocha den ersten Inka, Manco Cápac, auf die Erde gesandt haben.

Gemeinsam mit seiner Frau ist er über den „titi kaka“, den „Puma-Felsen“, auf die Erde herabgestiegen. So kam der See auch zu seinem Namen. Auf den Inseln ist es möglich, eine Nacht bei einer Gastfamilie zu verbringen und so die Kultur und Gewohnheiten der Einheimischen besser kennen zu lernen.

Die Isla del Sol ist die größere der beiden Inseln mit mehreren winzigen Gemeinden, dezenter touristischer Infrastruktur, fantastischen Aussichten über den See und großartigen Wanderungen über das Eiland, z.B. nach Chincana. Die spektakulärsten Ruinen der Insel liegen in der Nähe der Nordspitze.

Ihr Hauptmerkmal ist der Palacio del Inca, ein Labyrinth aus Steinmauern und winzigen Türen, auch bekannt als El Laberinto (Labyrinth). Innerhalb des Labyrinths befindet sich ein kleiner Brunnen, von dem die Pilger glauben, dass er heiliges, reinigendes Wasser enthält.

Mehr erfahren: Von Copacabana zur Sonneninsel im Titicacasee

Die Isla de la Luna ist die kleine Nachbarinsel der Isla del Sol.Der Legende nach befahl der Inka-Gott Viracocha auf der kleinen Insel des Mondes dem Mond, in den Himmel aufzusteigen. Sie ist viel kleiner, karger und weniger touristisch als ihr Gegenstück. Die meisten Boote kommen auf der Ostseite der Insel an, wo sich ein Besucherzentrum, eine Herberge und Handwerkerstände befinden.

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La Paz

La Paz. Wo das flache Altiplano (Hochebene) in eine steile Schüssel fällt, gesäumt von einem Labyrinth aus Lehmziegeln und rötlich-braunen Backsteinbauten, die sich mit modernen Wolkenkratzern vermischen. Und über allem thront die zerklüftete, vergletscherte Bergkette Cordillera Real mit dem mächtigen Illimani. Willkommen in La Paz, dem höchstgelegenen Regierungssitz der Welt auf 3650 Metern. Das wirst du spätestens dann merken, wenn es bergauf geht und die Luft mit jedem Schritt knapper wird.

Wenn du Backpacking in Bolivien machst, wirst du die Stadt auf jeden Fall besuchen. Die erste Begegnung mit La Paz kann ziemlich verwirren. Es ist ein wahrer Großstadtdschungel, ein chaotisches Gewusel aus drängelnden Fußgängern, hupenden, dieselspuckenden Minivans und laut schreienden Straßenverkäufern.

Für den Einstieg würde ich dir eine der Free-Walking Tours von Red Cap empfehlen. Dies wird  Dir ein besseres Verständnis für La Paz und einige verrückte Geschichten über Boliviens Politik und Gesellschaft vermitteln. Du bekommst z.B. interessante Hintergrundinformationen über das Gefängnis von San Pedro, das durch das Buch Marching Powder* berüchtigt wurde. Aber in und außerhalb der Stadt gibt es noch mehr zu sehen und zu unternehmen:

  • Cholita-Wrestling
    Die ringenden Aymara Frauen in ihren bunten, traditionellen Kostümen sind eine echte Sensation und ein beliebtes und ohrenbetäubendes Schauspiel für Einheimische und Touristen. Die Kämpfe finden jeden Sonntagnachmittag im Multifuncional de la Ceja de El Alto statt, Tickets kosten ab ca. 5€. 
  • Hexenmarkt (Mercado de las brujas)
    Es macht Spaß, die lokalen Märkte in La Paz zu erkunden. Der Hexenmarkt ist bei weitem der ungewöhnlichste. Hier wirst du viele Arten von geheimnisvollen Pulvern, Tränken und Amuletten finden, die mit andinen Traditionen und schamanischen Praktiken in Verbindung stehen. Die erdverbundenen Bolivianer begraben beispielsweise hier gekaufte Lamaföten in den Fundamenten neuer Häuser als Opfergabe für Pachamama, der Mutter Erde.
    Oberhalb der San Francisco Kirche, zwischen Calle Jimenez und Linares.
  • Feria 16 de Julio
    Für das ultimative Flohmarkt-Erlebnis besuche die Feria 16 de Julio in El Alto am Donnerstag oder Sonntag. Auf einem der größten Märkte der Welt kann man nahezu alles kaufen. Alltägliche Produkte, aber auch eine Menge Kuriositäten vom Gabelstapler bis zum Kalashnikov-Gewehr werden angeboten. Der riesige Markt breitet sich vom Bahnhof Teleférico aus, Block für Block, scheinbar endlos in El Alto hinein.
  • Seilbahn nach El Alto
    Das Highlight eines La Paz Besuchs ist die Fahrt mit der Teleferico, der Seilbahn, die La Paz mit dem höhergelegenen El Alto verbindet. Das größte urbane Seilbahnnetz der Welt bietet spektakuläre Ausblicke auf die Millionenstadt und ihre ungewöhnlich Lage. Du willst hoch hinaus? Buche eine Informationen von Mi Teleférico.
  • Death Road
    In der Nähe von La Paz befindet sich eine schmale Schotterpiste, die sich durch die hohen Berge schlängelt und lange Zeit als die gefährlichste Straße der Welt bekannt war. Die Yungas Road war einst die Hauptverkehrsader, durch die alle Autos und Lastwagen in die Hauptstadt kamen. Vor einigen Jahren wurde eine neue Straße gebaut, so dass die als Todesstraße berühmte Piste nun nahezu verkehrsfrei ist. Dies hat einer Reihe von Reiseveranstaltern den Weg geebnet, hier Downhill-Mountainbike Touren anzubieten, die fast einen ganzen Tag dauern. Die Fahrt ist ein einmaliges Erlebnis. Du startest in der Kälte der Anden auf einer Höhe von 4.650 Metern und fährst hinab bis in die tropische Zone der Yungas. Vergleiche bei der Buchung vor allem den Zustand der Fahrräder, die Schutzausrüstung und die Gruppengröße. Ich habe gute Erfahrungen mit Gravity Bolivia gemacht.
  • Eine schöne Tagestour kannst du von La Paz zum Tal des Mondes machen. Hier findest du eine zerklüftete Landschaft, die durch Erosion entstanden ist. (20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt).
Unterkunft-Tipp für La Paz: Greenhouse La Paz*
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Tiwanaku – Das Machu Picchu Boliviens

72 km westlich von La Paz, in der Nähe des südöstlichen Ufers des Titicacasees, liegen die Ruinen einer der ältesten und höchsten Städte, die je gebaut wurden. Experten schätzen das Alter der Anlage auf 1500 vor Chr. Für ungefähr fünfhundert Jahre wuchs das Tiwanaku-Imperium von einer kleinen Siedlung in ein blühendes Ritual- und Verwaltungszentrum eines großen politischen Staates. Tiwanaku galt als das heilige Zentrum der Andenregion. Viele Menschen pilgerten zur heiligen Stätte, um die Götter zu verehren.

Mehr erfahren: Zu Gast in Tiwanaku

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Valle de las Animas

Das Valle de las Animas oder Tal der Seelen ist ein dicht gedrängter Wald aus Felsformationen, die wie spitze Nadeln in den Himmel ragen. Das jahrhundertealte, aus Erosionen geformte Tal zieht Besucher seit Tausenden von Jahren. Als die ersten Leute das Tal besuchten, glaubten sie, dass die Türme versteinerten Seelen glichen und gaben dem Gebiet seinen Namen. Zu der Mystik und Schönheit dieses Ortes trägt auch der 6450 Meter hohe Illimani bei, der sich im Hintergrund über dem Tal erhebt. Das Valle de las Animas eignet sich gut für einen Tagesauflug von La Paz.

Sajama-Nationalpark

Der älteste Nationalpark Boliviens besitzt eine traumhafte, andine Landschaft mit schneebedeckten Vulkanen & Bergen, sprudelnden heißen Quellen, von Vögeln bewohnten Feuchtgebieten und riesigen wilden Hochebenen. Dies ist der ideale Ort für Naturliebhaber und Abenteurer. Der im südwestlichen Departement von Oruro gelegene Sajama-Nationalpark grenzt im Norden an die Provinz La Paz und im Westen an den Lauca-Nationalpark in Chile.

Lamas, Alpakas, Vicuñas, Gürteltiere, Andenfüchse, Pumas, Kondore und rosa Flamingos haben hier ihre hochgelegene Heimat. Der Sajama ist daher ein tolles Ziel für Wildtierbeobachtungen und Fotografie. Der Park zeichnet sich vor allem durch seinen einzigartigen Wald aus, der sich am Hang des Sajama, dem höchsten Berg Boliviens mit 6550 Meter, erhebt. Der Queñoa-Wald, der als einer der höchstgelegenen Wälder der Welt gilt, besteht aus 3 Meter hohen, strauchartigen Pflanzen, die sich an die steilen Erhebungen und das raue Klima der Anden perfekt angepasst haben.

Im Sajama kannst du Natur pur erleben:

  • Bade in natürlichen heißen Quellen
  • Stehe im Morgengrauen auf, um die Geysire von Walla Keristo zu besuchen
  • Beobachte Vögel am Rio Lauca
  • Mache eine zweitägige Wanderung zum Lago de Alturas
  • Fit genug? Besteige den Vulkan Nevado Sajama
  • Besuche die geheimnisvollen Sajama Linien an
  • Fotografiere Wildtiere am Lago Huanakota
  • Sieh dir faszinierende Kunstwerke in der „Sixtinischen Kapelle“an, einer wunderschönen Kirche in der Kolonialstadt Curahuara de Carangas.
  • Entdecke die Tomarapis Höhlenmalereien

Von La Paz: Nehme am frühen Morgen einen Bus nach Oruro von La Paz’s Terminal de Buses nach Patacamaya, von wo aus ein weiterer Minibus direkt nach Sajama fährt (Details siehe unten). Die Busse von La Paz fahren alle 30 Minuten und die Fahrt nach Patacamaya dauert etwa 1,5 Stunden. Die einfache Fahrt kostet kostet Bs 10 (1.50 €).

Von Oruro: Nehme einen der Minibusse am frühen Morgen, die nach La Paz fahren und in Patacamaya halten. Es gibt mehrere Abfahrten pro Stunde und die Fahrt von Oruro nach Patacamaya dauert ca. 2 Stunden. Du musst den vollen Preis für das Ticket nach La Paz zahlen, das Bs 30 (ca. 4 €) pro Strecke kostet. Von Patacamaya aus fahren Minibusse nach Sajama.

Von Patacamaya: Nehme den Bus nach Sajama um 12.00 Uhr und fahre im Norden des Orts vor dem Restaurante Capitol“ ab. Es gibt nur einen Bus pro Tag, daher ist es ratsam, so früh wie möglich dort zu sein, um sich einen Sitzplatz zu sichern. Der Bus fährt los, sobald er voll ist, in der Regel gegen ca. 14 Uhr. Die Fahrt nach Sajama dauert etwa drei Stunden und kostet Bs 30 (ca. 4 €) einfach.

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Coroico

Mit seinem milden Klima, spektakulären Aussichten, guten Unterkünften für den schmalen Geldbeutel und einer ansteckenden, entspannten Atmosphäre ist Coroico ein beliebtes Ziel in den Yungas: „Willkommen im Paradies“, sagt ein Schild am Ortseingang. Wahre Worte! Auf der Schulter des Cerro Uchumachi thront das Dorf und bietet einen weiten Blick über bewaldete Canyons, wolkenbehangene Berggipfel und  unzählige Obst- und Kaffeeplantagen. Bei klarem Wetter erstreckt sich die Sicht auf die schneebedeckten Gipfel Mururata, Huayna Potosí und Tiquimani, hoch oben in der Cordillera Real.

Es gibt mehrere Wege, um Coroico zu erreichen. Es ist die Endstation der „Death Road“. Wenn du eine Tour gebucht hast und noch einige Tage in der Stadt verbringen willst, teile dies der Agentur mit. Sie können dein Gepäck mitnehmen. Eine andere Möglichkeit ist die Wanderung auf dem El-Choro Trail.

Unterkunft-Tipp für Coroico: Villa Bonita*
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El-Choro Trail

Der präkolumbische El-Choro Trail war einst Teil des berühmten Inkapfad-Netzwerks Qapac Ñan. Er beginnt eine Stunde außerhalb von La Paz in La Cumbre und endet in dem Dorf Chairo im tropischen Yungas-Tal. Auf dem Weg dorthin wirst du mit atemberaubenden Ausblicken belohnt. Der Weg führt von den frostigen Höhen der Anden vorbei am Nebelwald in die halbtropischen Yungas. Die Strecke ist moderat und es geht es hauptsächlich bergab – von 4.900 auf 1.350 Meter. Die Wanderung dauert je nach Kondition 2-3 Tage und endet in Chairo. Von hier ist es nicht mehr weit nach Coroico.

Der El Choro Trail kannst du leicht auf eigene Faust absolvieren. Im Gegensatz zum Inka-Trail nach Machu Picchu muss hier nichts vorab reserviert werden. Eine Tour ist jedoch eine gute Option, wenn du dein Gepäck nicht selbst tragen und mehr über die Gegend erfahren möchtest.

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Rurrenabaque

Rurrenabaque liegt nördlich der Anden am Übergang des bolivianischen Tieflands zu den grünen Tälern am Río Beni. Die meisten Reisenden kommen wegen der Touren in den bei Rurrenabaque gelegenen Nationalpark Madidi oder zu den Pampas (Flussläufe, an denen zahlreiche Tiere beobachtet werden können). Dieses Gebiet zählt zu den artenreichsten der Erde.

Rurrenabaque hat sich in den letzten Jahren zu einem der Hotspots für Backpacking in Bolivien entwickelt und besitzt eine gute touristische Infrastruktur aus Hostels, Lodges und einer Fülle an Anbietern von Dschungelexkursionen. Du kannst auf Bird-Watching Tour gehen oder mit Flussdelphinen schwimmen. Wer vom Dschungel nicht genug bekommt: auch mehrtägige Kanutouren sind im Angebot. Um an den abgelegen Ort zu gelangen, solltest du am besten von La Paz aus fliegen.

Flüge ab La Paz sind die schnellste Verbindung, werden aber nicht an jedem Tag angeboten und können sich kurzfristig ändern. Prüfe den aktuellen Flugplan direkt vor der Buchung. Die Anreise über Land dauert deutlich länger und kann durch Wetter oder Straßenzustand beeinträchtigt werden.

Unterkunft-Tipp für Rurrenrabaque: El Curichal*
Backpacking in Bolivien - Erlebe das ursprüngliche Südamerika! 1
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Oruro

In vielerlei Hinsicht ist Oruro („wo die Sonne geboren wird“) die ursprünglichste der neun Regionshauptstädte Boliviens. 90% der Einwohner besitzen indigenes Erbe. Sie bezeichnen sich selbst als Quirquinchos (Gürteltiere). Die Haut des Tiers verwenden sie beim Bau ihrer Charangos (traditionelle bolivianische Ukulele-ähnliche Instrumente).

Oruro selbst ist nicht sonderlich sehenswert, aber zum jährlichen Karneval definitiv einen Besuch wert. Das reiche Tanz- und Musikerbe der Stadt gipfelt in den ausgelassenen Umzügen, die in Südamerika für die verschwenderischen Kostüme und folkloristischen Tänze bekannt sind. Nicole von Passenger-X hat einen tollen Beitrag zum Karneval in Oruro geschrieben.

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Sucre

Dem Charme von Sucre kann man sich nicht entziehen. Sucre ist Boliviens schönste Stadt und das symbolische Herz der Nation. Hier wurde die Unabhängigkeit verkündet, und während La Paz heute Sitz der Regierung ist, wird Sucre in der Verfassung als Hauptstadt der Nation anerkannt. Ein prächtiges Ensemble von weiß getünchten Gebäuden, die hübsche Patios beherbergen, ein Zentrum, das eine Fülle kolonialer Architektur bewahrt und 1991 zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt wurde.

Die sonnenverwöhnte Stadt ist ein entspannter Ort und bei Backpackern beliebt. Sucre eignet sich besonders gut für einen längeren Aufenthalt und einen Spanischkurs, da das gesprochene Spanisch vergleichsweise klar verständlich ist. Mein Tipp ist die Me Gusta Sprachschule. Die aktuellen Preise solltest du direkt bei der Schule erfragen.

In und um Sucre kannst du einiges sehen und unternehmen

Motorradtouren, Tandem-Paragliding, ein- oder mehrtägige Trekkingtouren (zB. zum nahe gelegenen Maragua-Krater) sowie viele Kirchen und Museen besuchen. 25 Minuten von Sucre entfernt liegt Cal Orck´o, wo sich die größten Dinosaurier Fußabdrücke der Welt befinden. Etwa 65 km südöstlich befindet sich die schöne und historische Stadt Tarabuco, die für ihre Sonntagsmärkte, die wunderschönen handgefertigten Textilien und die einzigartige Yampara-Kultur bekannt ist. 

Unterkunft-Tipp für Sucre: CasArte Takubamba*
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Potosi

Die Stadt Potosí ist berühmt für den Berg Cerro Rico, wo schon zu Zeiten der Spanier Silber in riesigen Mengen gefördert wurde. Potosí entwickelte sich im frühen 17. Jahrhundert zu einer der größten und reichsten Städte der Welt. Heute hat die Stadt einen leicht maroden Charme mit ihren engen Gassen, bröckelnden kolonialen Herrenhäusern und den vielen Kirchen. Der Cerro Rico ist mittlerweile ein nahezu hohler Berg und gleicht einem großen Schweizer Käse.

Er ist durchzogen von tausenden Minenschächten, die von lokalen Bergarbeitergenossenschaften betrieben werden. Ungefähr 10.000 Menschen arbeiten immer noch in den Minen, trotz absolut schrecklicher Bedingungen und immer weniger Ertrag. Die meisten Bergleute sterben aufgrund gesundheitlicher Probleme jung.

In die Minen – ja oder nein?

Es ist möglich, die Minen im Rahmen einer Tour zu besuchen. Es muss jeder für sich entscheiden, ob er diese Tour machen möchte, da ja weithin bekannt ist, unter welchen Vorraussetzungen hier gearbeitet wird. Falls du diese Tour machst: in der Regel wird erwartet, dass du ein paar Geschenke für die Minenarbeiter mitbringst, z. B. Zigaretten oder Vorräte, die im Voraus in einem Bergmannsladen gekauft werden können. Die Besichtigung der Minen ist nichts für Zartbesaitete. Es ist eng, heiß, verschwitzt und die Sicherheit ist nicht garantiert.

Unterkunft-Tipp für Potosi: Casa Blanca*
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Amboró-Nationalpark

Nur 40 Kilometer westlich von Santa Cruz, in den Andenausläufern, erstreckt sich der Amboró-Nationalpark über satte 4.425 Quadratkilometer bis hin zum Nationalpark Carrasco im Departement Cochabamba. Der unberührte Park ist ein Geheimtipp für das Backpacking in Bolivien und Teil des Vilcabamba-Amboró-Korridors, der in den Vilcabamba-Bergen in Peru beginnt und sich bis nach Bolivien erstreckt.

Bekannt für seine abwechslungsreiche Topographie, liegt der Amboró in drei verschiedenen Ökosystemen: den Ausläufern der Anden, dem nördlichen Chaco und dem Amazonasbecken. Nirgendwo sonst auf der Welt treffen drei so unterschiedliche Lebensräume aufeinander und machen somit den Park zu einem einzigartigen Gastgeber für eine große Vielfalt an Flora und Fauna.

Touren in den Park starten meist in Santa Cruz de la Sierra oder in Orten am Rand des Schutzgebiets. Vergleiche vor der Buchung Route, Gruppengröße, Sicherheitsausrüstung und die Qualifikation des Guides.

Backpacking in Bolivien

Santa Cruz & La Gran Chiquitania

Eine der schönsten Attraktionen Boliviens ist die Gegend rund um Santa Cruz, ein Muss für jeden, der Geschichte, Natur und Outdoor-Aktivitäten liebt. Als eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt ist Santa Cruz ein echtes Beispiel für die Fähigkeit Boliviens, einen modernen Lebensstil mit traditionellen Werten zu verbinden. Obwohl die Stadt im ersten Moment unscheinbar ist, entpuppt sie sich als lebendige Stadt der Kontraste. Moderne Restaurants stehen neben lokalen Straßenverkäufern, koloniale Architektur vermischt sich mit einheimischer Kunst und altbewährte Bräuche halten sich stark gegen die neuesten Trends.

Das Gran Chiquitania – eine Region im Departemento Santa Cruz – unterscheidet sich von anderen Teilen des Landes durch sein tropisches Savannenklima, Tafelberge und Jesuitenmissionen. Sehenswürdigkeiten sind die geheimnisvollen Felsformationen des Santiago de Chiquitos Mirador und die heißen Thermalquellen von Aguas Calientes. Beobachte Jaguare im Kaa Iya Nationalpark oder schnapp dir ein Sandboard in Lomas de Arena, einem großen Dünengebiet südlich von Santa Cruz. Und das Beste – in diesem Teil des Landes sind so gut wie keine Touristen unterwegs, was es zu einem besonderen Ort für das Backpacking in Bolivien macht.

Unterkunft-Tipp für Santa Cruz: Coco Jamboo*
Backpacking in Bolivien
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Mein Fazit: Nach meiner Reise durch alle hier vorgestellten Regionen im Jahr 2025 ist Bolivien für mich eines der abwechslungsreichsten Länder Südamerikas. Mein Favorit bleibt der Salar de Uyuni, vor allem wegen der Kombination aus Salzfläche, Lagunen, Vulkanen und der Weite des Altiplano. Nimm dir genug Zeit, reise mit Puffer und unterschätze die Höhe nicht. Dann wird Bolivien nicht nur ein günstiger Zwischenstopp, sondern sehr wahrscheinlich einer der Höhepunkte deiner Südamerika-Reise.

Daniel Tischer
Daniel Tischer

Seit über 15 Jahren bereise ich Lateinamerika und schreibe über meine Erfahrungen. Chile, Argentinien und Peru sind meine Spezialgebiete. Auf Southtraveler teile ich meine besten Tipps für deine Reise nach Südamerika.