Venezuela
Reiseinformationen zu Venezuela im Überblick
Venezuela besitzt eine der spektakulärsten Naturkulissen Südamerikas: den höchsten Wasserfall der Erde, die Tafelberge der Gran Sabana, die Andengipfel um Mérida und mit Los Roques ein Karibikarchipel, das es mit jeder Postkarteninsel aufnimmt. Gleichzeitig ist es das Land in Lateinamerika, für das die Reiseplanung derzeit am schwierigsten ist.
Aktuelle Lage — bitte zuerst lesen
Das Auswärtige Amt spricht für die Grenzgebiete zu Kolumbien, Brasilien und Guyana eine Reisewarnung aus und rät von Reisen in die übrigen Landesteile ab (Stand: August 2026). Hinzu kommen die Folgen der schweren Erdbeben vom 24. Juni 2026, die in Caracas, La Guaira und anderen Städten Gebäude und Infrastruktur beschädigt haben. Der internationale Flughafen Maiquetía bei Caracas war deshalb über Wochen für den Linienverkehr geschlossen; ein Teil der internationalen Flüge wird über Valencia abgewickelt.
Diese Seite ist deshalb bewusst als Länderporträt angelegt und nicht als Reiseeinladung. Wenn du eine Venezuela-Reise erwägst, prüfe vor jeder Buchung den tagesaktuellen Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amts und trage dich in die Krisenvorsorgeliste ein. Reisehinweise ändern sich schneller, als eine Website sie nachführen kann.
Was das Land ausmacht
Der Salto Ángel im Nationalpark Canaima stürzt 979 Meter in die Tiefe und ist damit der höchste freifallende Wasserfall der Welt. Er liegt mitten im UNESCO-Welterbegebiet Canaima, einer Landschaft aus Tepuis — steilwandigen Tafelbergen, deren Hochflächen eigene, teils endemische Ökosysteme tragen. Erreichbar ist der Wasserfall nur per Kleinflugzeug und anschließender Bootsfahrt im Einbaum, und auch das nur in der Regenzeit, wenn der Río Churún genug Wasser führt.
Im Westen steigen die Anden um Mérida auf über 4.900 Meter an. Der Pico Bolívar ist der höchste Berg des Landes; die Seilbahn Mukumbarí gilt als längste und höchste der Welt. Ganz anders der Norden: Los Roques, rund 130 Kilometer vor der Küste, ist ein Nationalpark aus etwa 350 Inseln und Sandbänken mit türkisem Flachwasser — bei Seglern und Kitesurfern seit Langem bekannt.
Praktisches
Amtssprache ist Spanisch, Englisch hilft außerhalb der Hotellerie kaum weiter. Die Landeswährung Bolívar (VES) unterliegt seit Jahren starker Inflation; im Alltag wird vielerorts in US-Dollar gerechnet. Bargeldversorgung über Automaten ist unzuverlässig — wer reist, plant Bargeld ein. Die beste Reisezeit für die Küste und die Anden liegt in der Trockenzeit von Dezember bis April; für den Salto Ángel gilt das Gegenteil, dort braucht es das Wasser der Regenzeit zwischen Juni und November.