Guadeloupe
Reiseinformationen zu Guadeloupe im Überblick
Guadeloupe ist ein französisches Übersee-Département und damit Teil der Europäischen Union — mit allem, was daraus folgt: Euro, kein Visum, EU-Roaming, französisches Gesundheitssystem. Landschaftlich ist die Insel jedoch alles andere als europäisch. Aus der Luft ähnelt sie einem Schmetterling: Die beiden Hauptinseln Basse-Terre und Grande-Terre sind nur durch die etwa 50 Meter schmale Meerenge Rivière Salée getrennt, unterscheiden sich aber grundlegend.
Zwei Inseln, zwei Charaktere
Basse-Terre im Westen ist der gebirgige Flügel: tropischer Regenwald, Wasserfälle und mit La Soufrière ein aktiver Vulkan, der auf 1.467 Metern zugleich der höchste Berg der Kleinen Antillen ist. Große Teile stehen als Nationalpark unter Schutz. Zu den bekanntesten Zielen zählen die Chutes du Carbet, eine Gruppe von drei Wasserfällen, von denen der zweite mit gut 110 Metern der meistbesuchte ist, sowie die deutlich leichter erreichbare Cascade aux Écrevisses direkt an der Route de la Traversée.
Grande-Terre im Osten ist flach, von Kalkstein geprägt und trägt die Strände: Sainte-Anne und Le Gosier im Süden, die Steilküste der Pointe des Châteaux im äußersten Osten. Hier liegt auch Pointe-à-Pitre, die größte Stadt und das wirtschaftliche Zentrum — Verwaltungssitz ist dagegen die Stadt Basse-Terre auf der gleichnamigen Insel.
Réserve Cousteau und die Nebeninseln
Vor der Westküste liegt die Réserve Cousteau rund um die Îlets Pigeon, ein Meeresschutzgebiet, das Jacques-Yves Cousteau zu den besten Tauchplätzen der Welt zählte. Schnorcheln ist vom Boot aus möglich, Tauchbasen gibt es in Bouillante.
Zum Archipel gehören außerdem mehrere kleinere Inseln, die eigene Reisen wert sind: Les Saintes mit dem Hauptort Terre-de-Haut und dem Aussichtsberg Le Chameau, Marie-Galante mit Zuckerrohrfeldern und alten Windmühlen sowie La Désirade. Alle sind per Fähre erreichbar.
Praktisches
Amtssprache ist Französisch; im Alltag wird zusätzlich Kreol gesprochen. Englisch hilft außerhalb touristischer Betriebe nur begrenzt weiter — ein paar Brocken Französisch erleichtern die Reise erheblich. Gezahlt wird in Euro, die Kartenzahlung funktioniert flächendeckend. Die beste Reisezeit liegt in der Trockenzeit (carême) zwischen Dezember und April; die Hurrikansaison dauert von Juni bis November. Für die Erkundung beider Inselflügel ist ein Mietwagen praktisch die einzige sinnvolle Option.