Reiseinformationen zu Aruba im Überblick
Aruba steht für weiße Sandstrände, türkisblaues Meer und Sonne fast das ganze Jahr. Doch die kleine Insel vor der Küste Venezuelas hat deutlich mehr zu bieten als klassische Karibikidylle. Zwischen Kakteenlandschaften, farbenfrohen Städten, wilden Küstenabschnitten und versteckten Badebuchten zeigt Aruba eine erstaunliche Vielfalt.
Die Insel gehört zum Königreich der Niederlande, besitzt jedoch eine ganz eigene kulturelle Identität. Niederländische, karibische, südamerikanische und indigene Einflüsse prägen die Architektur, die Küche und den Alltag. Neben Niederländisch wird vor allem Papiamento gesprochen. Auch mit Englisch und Spanisch kommt man auf Aruba fast überall gut zurecht.
Aruba eignet sich besonders für Reisende, die einen entspannten Badeurlaub mit individuellen Entdeckungen verbinden möchten. Die Insel ist überschaubar, gut erschlossen und lässt sich bequem mit einem Mietwagen erkunden. Dadurch bleibt genug Zeit für lange Strandtage, ohne auf Naturerlebnisse und kulturelle Begegnungen verzichten zu müssen.
Geographie von Aruba
Aruba ist mit rund 180 km² die kleinste und westlichste der ABC-Inseln und liegt nur etwa 25 Kilometer vor der venezolanischen Küste. Die Insel ist knapp 30 Kilometer lang, flach und ausgesprochen trocken — Kakteen und die vom Passat schräg gewachsenen Divi-Divi-Bäume prägen das Bild. Höchster Punkt ist der Jamanota mit 188 Metern. Rund ein Fünftel der Fläche steht als Arikok-Nationalpark unter Schutz. Wie Curaçao liegt Aruba außerhalb des Hurrikangürtels. Hauptstadt ist Oranjestad.
Landessprache
Amtssprachen sind Papiamento und Niederländisch. Englisch und Spanisch sind zusätzlich weit verbreitet — Aruba ist stark auf den US-amerikanischen Markt ausgerichtet, entsprechend selbstverständlich ist Englisch im Alltag.
Geld und Währung in Aruba
Landeswährung ist der Aruba-Florin (AWG), fest an den US-Dollar gekoppelt (1 USD = 1,79 AWG). US-Dollar werden praktisch überall angenommen, viele Preise sind ohnehin in Dollar ausgezeichnet. Kreditkarten sind Standard, Geldautomaten geben beide Währungen aus. Wechseln ist in der Regel überflüssig.
Wann ist die beste Reisezeit für Aruba?
Aruba ist ganzjährig bereisbar. Die Temperaturen liegen konstant bei 28 bis 31 Grad, der beständige Passatwind macht die Hitze angenehm — und die Insel zu einem der besten Windsurf- und Kitesurf-Reviere der Karibik. Am trockensten ist es zwischen Januar und September; von Oktober bis Dezember fallen kurze Schauer. Eine Hurrikanpause gibt es nicht.
Wie komme ich nach Aruba?
KLM fliegt von Amsterdam direkt zum Queen Beatrix International Airport (AUA) — rund zehn Stunden. Aus Deutschland reist du meist über Amsterdam. Alternativ führen Verbindungen über die USA (Miami, Atlanta), dann mit ESTA-Pflicht, oder über Panama-Stadt. Zwischen Aruba, Curaçao und Bonaire verkehren kurze Zubringerflüge.
Einreisebestimmungen für Aruba
Erforderlich ist ein Reisepass mit sechs Monaten Restgültigkeit über die Ausreise hinaus; ein Personalausweis reicht nicht. Visumfrei sind zunächst 30 Tage, vor Ort auf bis zu 90 Tage verlängerbar. Die digitale Einreisekarte (ED-Card) muss vor Ankunft online ausgefüllt werden. Nachweise über Rückflug und Unterkunft können verlangt werden.
Transportmöglichkeiten in Aruba
Es herrscht Rechtsverkehr, der deutsche Führerschein gilt. Entlang der Hotelzone und nach Oranjestad fährt der Arubus zuverlässig und günstig. Für den Arikok-Nationalpark brauchst du einen Mietwagen — Teile des Parks sind nur mit Geländewagen befahrbar, normale Mietwagen sind dort meist vertraglich ausgeschlossen. Taxis haben kein Taxameter, es gelten feste Streckentarife.
Gesundheitstipps für Aruba
Bei Anreise aus einem Gelbfieber-Gebiet ist ab neun Monaten eine Impfbescheinigung vorzulegen. Denguefieber kommt vor, Mückenschutz ist sinnvoll. Wie bei Curaçao gilt: Die deutsche gesetzliche Krankenkasse deckt Aruba grundsätzlich nicht ab — eine private Reisekrankenversicherung mit Rücktransport ist zwingend erforderlich. Die Versorgung im Dr. Horacio E. Oduber Hospital ist gut. Denk an starken Sonnenschutz: Der Wind lässt die Sonneneinstrahlung deutlich harmloser wirken, als sie ist.
Sicherheit in Aruba
Aruba gilt als eine der sichersten Inseln der Karibik, die Kriminalitätsrate ist niedrig. Es bleibt bei Gelegenheitsdiebstählen an Stränden und aus Mietwagen — die üblichen Vorkehrungen genügen. Achtung beim Baden: An der Nord- und Ostküste (Atlantikseite) herrschen starke Strömungen und es gibt keine Rettungsschwimmer. Gebadet wird an der geschützten Westküste.
Reisekosten in Aruba
Aruba ist die teuerste der ABC-Inseln, stark am US-Markt orientiert. Richtwerte: Hotel 150–300 €, Restaurantbesuch 25–45 €, Mietwagen ab rund 40 € pro Tag. Spürbar günstiger wird es abseits der Hotelzone von Palm Beach, mit Ferienwohnungen und mit den lokalen Imbissen in Oranjestad und San Nicolas.