Mexiko ist ein Land für mehrere Reisen: Maya-Stätten im Dschungel, farbenfrohe Kolonialstädte, Wüsten, Vulkane, Pazifikstrände und die türkisfarbene Karibik liegen oft Hunderte Kilometer auseinander. In diesem Guide findest du 21 der schönsten Mexiko Sehenswürdigkeiten, geografisch nach Regionen sortiert und mit ehrlichen Tipps zur Reiseplanung.
Zu meinen persönlichen Highlights gehören Los Cabos, Bacalar, Valladolid und Isla Holbox. Einige weitere Empfehlungen stammen von Reisebloggerinnen und Reisebloggern, die einzelne Regionen besonders intensiv bereist haben. So erhältst du einen Überblick, ohne dass dieser Länder-Guide die ausführlichen Orts- und Regionalartikel doppelt.
Mexiko Sehenswürdigkeiten im Überblick
Mexiko ist fast sechsmal so groß wie Deutschland. Für eine einzelne Reise solltest du deshalb höchstens zwei oder drei Regionen kombinieren. Diese Übersicht hilft dir bei der Auswahl:
| Region | Highlights | Empfohlene Zeit |
|---|---|---|
| Zentralmexiko | Mexiko-Stadt, Teotihuacán, Puebla, San Miguel de Allende, Guanajuato | 6–9 Tage |
| Oaxaca, Pazifik und Golf | Oaxaca, Monte Albán, Puerto Vallarta, Veracruz | 7–10 Tage |
| Nordmexiko | Baja California, Barranca del Cobre, Real de Catorce | 10–14 Tage |
| Chiapas | Palenque, Lagunas de Montebello | 5–7 Tage |
| Yucatán-Halbinsel | Tulum, Riviera Maya, Bacalar, Holbox, Chichén Itzá, Mérida, Cenoten | 10–14 Tage |
Meine Empfehlung für die erste Mexiko-Reise: Kombiniere Mexiko-Stadt mit Oaxaca und anschließend einer Region auf der Yucatán-Halbinsel. Für Baja California und den Norden würde ich eine eigene Reise planen, denn die Distanzen sind enorm.
Die 21 schönsten Mexiko Sehenswürdigkeiten
Zentralmexiko und koloniales Hochland
1. Mexiko-Stadt
Mexiko-Stadt ist das politische, kulturelle und kulinarische Zentrum des Landes. Rund 9,2 Millionen Menschen leben in der Stadt selbst, in der Metropolregion sind es mehr als 20 Millionen. Die Hauptstadt liegt auf etwa 2.240 Metern Höhe, weshalb die ersten Tage körperlich anstrengender sein können.
Zwischen dem Centro Histórico, den Museen im Chapultepec-Park, Coyoacán und den Kanälen von Xochimilco zeigt sich Mexiko in all seinen Widersprüchen: präkolumbische Geschichte, koloniales Erbe, moderne Kunst und eine der spannendsten Küchenszenen Lateinamerikas.
Ein Spaziergang durch das pulsierende Stadtzentrum offenbart die bewegte Geschichte der Hauptstadt, von der kolonialen Pracht bis hin zu ihrer modernen Seite. Die diverse Metropole hat urige Cantinas, faszinierende Museen, inspirierende Restaurants und Bootsausflüge auf alten Kanälen zu bieten.
Mein Tipp: Das Museo Nacional de Antropologia (Nationales Museum für Anthropologie) ist sowohl das größte als auch das meistbesuchte Museum in ganz Mexiko. Es befindet sich im Chapultepec-Park in Mexiko-Stadt und beherbergt eine riesige Sammlung von Artefakten und Exponaten, die sich auf das präkolumbische Erbe des Landes beziehen. Dazu gehören Maya- und Aztekenstücke wie der berühmte Stein der Sonne, der ursprüngliche aztekische Kalenderstein.
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2. Teotihuacán
Weniger als eine Stunde Busfahrt von Mexiko-Stadt entfernt liegt die geheimnisvolle archäologische Stätte von Teotihuacán, die angeblich von einer multikulturellen Gesellschaft (nicht den Azteken!) bewohnt wurde, über die bis heute nur wenig bekannt ist.
Die Hauptstraße des Ortes ist die berühmte Calzada de los Muertos, eine monumentale Allee, die von den ehemaligen Palästen der Elite Teotihuacáns gesäumt wird. Im Süden befindet sich die pyramidengeschmückte La Ciudadela, die vermutlich die Residenz des obersten Herrschers der Stadt war. In den Mauern der Zitadelle befindet sich der Templo de Quetzalcóatl mit seinen beeindruckenden Schlangenschnitzereien.
Die Sonnen- und Mondpyramide prägen die Anlage, doch ebenso sehenswert sind die Calzada de los Muertos, der Quetzalcóatl-Tempel und die Wandmalereien. Das Besteigen der großen Pyramiden ist nicht regulär möglich. Plane mindestens einen halben Tag ein und starte früh, da Schatten auf dem Gelände knapp ist.

3. Puebla
Östlich von Mexiko-Stadt liegt die elegante Stadt Puebla, die für ihre Kolonialarchitektur und ihre hervorragende regionale Küche bekannt ist. Die fünftgrößte Stadt Mexikos ist von Tlaxcala aus in 40 Minuten oder mit dem Bus in zwei Stunden von Mexiko-Stadt aus zu erreichen.
Auf dem Weg dorthin hast du einen herrlichen Blick auf die schneebedeckten Berge Popocatépetl und Ixtaccíhuatl. Die Stadt selbst hat eine fantastisch erhaltene Altstadt, eine beeindruckende Kathedrale und unzählige schöne Kirchen, während die jüngeren Poblanos (Einwohner von Puebla) die zunehmend florierende Kunst- und Ausgehszene der Stadt für sich entdecken.
Du solltest in Puebla unbedingt das Museo Internacional del Barroco (Internationales Museum für Barockkunst) sowie die Festungen von Loreto und Guadalupe besuchen.

4. San Miguel de Allende
In den Bajio-Bergen in Zentralmexiko liegt San Miguel de Allende, ein kleiner Ort aus der Kolonialzeit. Die Stadt strotzt nur so vor Geschichte: Sie wurde von einem Franziskanermönch gegründet, spielte eine große Rolle im Krieg um die Unabhängigkeit Mexikos von Spanien und war ein wichtiger Ort auf dem mexikanischen Silberweg.
Heute ist die Stadt vor allem für ihre koloniale Architektur und die bezaubernden Kopfsteinpflasterstraßen bekannt. Historische Gebäude wie das rosafarbene Teatro Angela Peralta und das Santuario de Atotonilco, ein riesiger Kirchenkomplex, gehören zu den Hauptattraktionen der Stadt.

5. Guanajuato
Ein Tipp von Lisa von Imprintmytravel
Bei deiner Mexiko-Reise sollte Guanajuato ganz oben auf deiner Must-See Liste stehen. Die ehemalige Silberstadt im Herzen Mexikos gilt als eine der schönsten Kolonialstädte der Welt und verzaubert jährlich Millionen von Besuchern mit ihrem farbenfrohen Charme!
Herzstück ist das Teatro Juárez im Zentrum der Stadt. Es beeindruckt nicht nur durch seine Architektur, sondern dient zusammen mit dem angrenzenden Jardín de la Unión auch als zentraler Treffpunkt in der Stadt. Vor allem in den Abendstunden sind die Treppen vor dem Theater voll von jungen Leuten und Straßenkünstlern. Es lohnt sich, sich auf einer der zahlreichen Bänke niederzulassen, um das bunte Treiben zu beobachten.
El Pipila – Traumhafte Aussicht
Wenige Schritte vom Theater entfernt führt ein steiler Weg hinauf zur Statue „El Pipila“. Falls dir der Fußweg zu mühsam ist, gibt es alternativ übrigens auch eine kleine Seilbahn. Der Pipila gilt als Held des mexikanischen Unabhängigkeitskrieges und wird in Mexiko als Volksheld verehrt. Für Touristen dürfte aber weniger die Statue selbst, als die traumhafte Aussicht von Interesse sein, die man von der Plattform zu Füßen des Pipila genießen kann. Besonders schön ist dieses Erlebnis kurz vor Sonnenuntergang, wenn die Abendsonne die Stadt in ein goldenes Licht taucht.
Weitere bekannte Sehenswürdigkeiten sind der bunte Mercado Hidalgo, die beeindruckende Universidad de Guanajuato, die wunderschöne Basilika und der Callejon del Beso, die engste Straße der Stadt und Schauplatz einer tragischen Liebesgeschichte mit einem Touch von Romeo und Julia.
Die Mumien von Guanajuato
Abgesehen von seiner Schönheit hat Guanajuato aber auch eine richtig makabere Seite zu bieten: Die Mumien von Guanajuato. Die Kurzfassung ist, dass aufgrund des mineralhaltigen Bodens die Körper in dieser Gegend nicht so einfach zersetzen und eine natürliche Mumifizierung auftreten kann. Die Geschichte besagt, dass nach Ausbruch der Cholera zahlreiche Tote in Massengräbern bestattet und zu einem späteren Zeitpunkt wieder exhumiert wurden. Dabei wurden die Mumien entdeckt und in einem Gebäude neben dem Friedhof ausgestellt. Irgendwann begannen die Mitarbeiter, Geld für die Besichtigungen zu verlangen und so entstand das „Museo de las Momias“ für das Guanajuato heute weltberühmt ist. Wer mehr über diese schräge Geschichte erfahren will, kann hier nachlesen!
Und zu guter Letzt möchte ich dir auch noch einen Restaurant-Tipp mit auf dem Weg geben. Im entzückenden Bistro de la Presa – das übrigens von meiner mexikanischen Gastfamilie betrieben wird – kannst du wirklich außergewöhnlich gut speisen. Das Lokal liegt etwas außerhalb des Zentrums, aber die Anfahrt lohnt sich definitiv! Falls du vorbeischaust, grüße den Küchenchef Domingo von mir!


6. Guadalajara und Tequila
Guadalajara, die zweitgrößte Stadt Mexikos, ist voll von eleganten Gebäuden und lebhaften kleinen Plätzen. Eine Sache, die kein Besucher verpassen sollte, ist Mariachi in seiner Heimatstadt zu hören, insbesondere auf der Plaza de Los Mariachis. Außerhalb der Stadt ist das Land spektakulär grün und bergig, gespickt mit Vulkanen und Seen, von denen die Laguna de Chapala am bekanntesten ist.

Oaxaca, Pazifikküste und Golf von Mexiko
7. Oaxaca de Juárez
Die Stadt Oaxaca erstreckt sich über ein weitläufiges, tief eingeschnittenes Tal, 1600 m über dem Meeresspiegel. Die Farbenpracht, die Folklore und das prächtige koloniale Zentrum machen sie zu einem der lohnendsten Reiseziele des Landes. Oaxaca ist kosmopolitisch und dennoch typisch mexikanisch und fasst vieles von dem zusammen, was die Region zu bieten hat. Nirgendwo sonst im Land sind die Fiestas so ausgelassen, die Märkte so vielfältig und die alten Sprachen noch so weit verbreitet.
Oaxaca ist bekannt für seine besondere regionale Küche und als das „Land der sieben Mole“, nach seinen berühmtesten Soßen: Mole negro oder Oaxaqueño (die beliebteste, die mit dunkler Schokolade zubereitet wird und einen ausgeprägten Röstgeschmack hat), amarillo, coloradito, mancha manteles, chichilo, rojo und verde.
Moles werden in der Regel mit Hühnchen oder Enchiladas serviert, aber du musst nicht in eines der schicken Restaurants gehen, die moderne oaxacanische Küche anbieten, um sie zu probieren: Mole negro schmeckt oft besser bei Straßen- oder Marktverkäufern. Andere Spezialitäten sind Tamales, die du auf jeden Fall probieren solltest, und Chapulines, knusprig gewürzte Grashüpfer. Tlayudas, riesige knusprige Tortillas, die mit Bohnen und einem milden oaxacanischen Streichkäse, dem Quesillo, belegt sind, sind nach Einbruch der Dunkelheit ein fester Bestandteil der Cafés und Straßenstände.
⮕ Mehr erfahren: Oaxaca Sehenswürdigkeiten


8. Monte Albán
Monte Albán, der Weiße Berg, war einst die alte Hauptstadt des Zapoteken-Volkes. Mit Blick auf das Tal von Oaxaca ist der Monte Albán eine der wichtigsten archäologischen Stätten in Mexiko.
Neben der spektakulären Aussicht über das Tal können die Besucher die zerstörten Gebäude rund um eine breite, flache Hügelterrasse, die Gran Plaza, besichtigen, die von Norden nach Süden verläuft. Zwei große Pyramidenhügel schließen die große Plaza an den Enden ab, und die Seiten des Platzes sind von gestuften Plattformen und Terrassen gesäumt.

9. Puerto Vallarta
Die Stadt, die oft nur als „Vallarta“ abgekürzt wird, tauchte erstmals in den 1960er Jahren als Spielplatz für die gesellschaftliche Elite Nordamerikas auf dem Urlaubsradar auf und ist seitdem bei Ausländern, die einen Zweitwohnsitz in einem sonnigen, wärmeren Klima suchen, äußerst beliebt. Viele Teile der Stadt sind von der modernen Entwicklung unberührt geblieben.
Puerto Vallarta verbindet eine lebendige Altstadt mit Stränden, Kunstgalerien und Ausflügen in die grüne Sierra Madre. Besonders schön sind ein Spaziergang über den Malecón, die Gassen der Zona Romántica und Bootstouren zu kleineren Buchten südlich der Stadt.
Für diejenigen, die ihren Urlaub gerne etwas langsamer angehen, bietet die Stadt viele Möglichkeiten, Kunst und Kunsthandwerk einzukaufen oder einfach an den angenehmen Strandpromenaden mit ihren vielen Grünflächen und Skulpturen entlang zu schlendern.

10. Veracruz und El Tajín
Nur wenige Touristen wagen sich an die Golfküste, obwohl Veracruz und seine geheimnisvollen Ruinen so attraktiv sind. Das ist schade, denn der zentrale Platz der Stadt ist wegen der Musik und der allgemeinen Gemütlichkeit einer der schönsten Orte in Mexiko.
In der fruchtbaren, tropischen Küstenebene entstanden die frühesten mexikanischen Zivilisationen: Die Olmekenkultur blühte im Süden von Veracruz ab 1200 v. Chr., während das klassische Veracruz zwischen 250 und 900 n. Chr. in Zentren wie El Tajín florierte. Heute sind die Huastec- und Totonac-Kulturen im Norden noch immer stark vertreten.

Nordmexiko und Baja California
11. Baja California
Die mehr als 1.200 Kilometer lange Baja-California-Halbinsel gehört zu Mexikos spektakulärsten Roadtrip-Regionen. Wüsten, Kakteenlandschaften, Oasen und zwei sehr unterschiedliche Küsten treffen hier aufeinander. Zu den Höhepunkten gehören die Weinregion Valle de Guadalupe, Bahía de los Ángeles, Loreto, La Paz, Cabo Pulmo und Los Cabos.
Mein Tipp: Einer der magischsten Anblicke in Baja ist die jährliche Grauwalwanderung von Dezember bis April. Beobachte die prächtigen Tiere in der Laguna Ojo de Liebre vor Guerrero Negro oder in der Lagune bei San Ignacio.

12. Barranca del Cobre
Ein Tipp von Oliver von Woanderssein
Der Barranca del Cobre im Norden Mexikos gehört mit zu den eher unerwarteten Highlights unserer Reise durch dieses wunderbare Land. Als wäre es nicht schon genug solch ein Naturwunder überhaupt bereisen zu können, lässt sich zudem mit einem urigen Zug die Kupferschlucht von Chihuahua bis nach El Fuerte komplett durchfahren und bietet dabei mehrere spannende Zwischenstopps auf seiner Strecke an.
Steht der Bundesstaat Chihuahua meist aus Sicherheitsbedenken eher weniger auf der Wunschliste von Mexiko Reisenden, so ist die Reise mit dem Zug relativ sicher und bietet dabei einen beeindruckenden Blick auf die Kupferschlucht. Diese ist sogar vier mal grösser ist als der berühmte Nachbar weiter nördlich, der Grand Canyon in den USA.
Die berühmteste Art, die Region kennenzulernen, ist die Fahrt mit dem Chepe Express zwischen Los Mochis und Creel. Für die schönsten Ausblicke lohnt sich ein Zwischenstopp in Divisadero oder Creel. Fahrpläne, Reisetage und verfügbare Klassen solltest du vor der Reise direkt beim Betreiber prüfen.
Am Aussichtspunkt Divisadero gibt es sogar die Möglichkeit, mit einer der längsten Ziplines der Welt durch eine Schlucht zu „fliegen“ oder, etwas gemütlicher, mit einer Gondel zu durchfahren. Ehemalige Landebahnen der Drogenkartelle werden heute als Anfahrtswege zu weiteren Aussichtspunkten genutzt und auch kleinere Wasserfälle lassen sich in dieser Gegend bestaunen.
Alles in allem eine tolle Zugfahrt, die sich nicht so schnell vergessen lässt und eine weitere Seite von Mexikos facettenreicher Landschaft zeigt!



13. Real de Catorce
Sabine von Travel the world with us
Zipolite, San Cristóbal de las Casas, Laguna Bacalar, San Miguel de Allende, Guanajuato, die Cenoten um Tulum, Chichén Itzá, Guadalajara, die versteinerten Wasserfälle von Oaxaca – wenn wir uns an unsere 6 Wochen in Mexiko erinnern, sprudeln die wunderschönen Orte geradezu aus uns heraus.
Während viele Destinationen auf der Halbinsel Yucatán bereits fest auf der touristischen Landkarte und dem sogenannten „Gringo-Trail“ verankert sind, gibt es vor allem im Landesinneren Mexikos noch relativ unbekannte Schätze zu entdecken. So wie das kleine Bergdorf Real de Catorce.
Es ist noch ein echter Geheimtipp unter den Mexiko Sehenswürdigkeiten, den wir von einem Einheimischen erhielten. Auf einem Hochplateau an den Ausläufern der Sierra Madre gelegen, bemerkt man unweigerlich schon vor der Ankunft, dass die Zeit hier vor Hundert Jahren einfach stehen geblieben zu sein scheint: der einzige Zugang in das in einem Bergkessel gelegene Dorf führt durch einen von Hand in den Fels gehauenen Tunnel. Diesen erreicht man erst, nachdem man sich eine 23 Kilometer lange und unzählige Serpentinen hinauf schlängelnde Kopfsteinpflasterstraße hinauf geschunden hat.
Mulis anstatt Autos
Die Besonderheit des Bergdorfes liegt darin, dass hier noch Mulis anstelle von Autos schwere Lasten durch die engen Kopfsteingassen tragen. Oder dass gegen Abend wie in alten Western-Filmen Cowboys ihre Pferde vor den Salons anbinden. Ebenso an den dicken Steinwänden der farbenfrohen Häuser, die die nächtliche Wüstenkälte abhalten sollen.
Hinzu kommt die Lage Real de Catorces: Auf über 2.700 Metern über dem Meer und durch die trockene Wüstenluft scheint der Himmel zum Greifen nah zu sein und alle Farben leuchten besonders intensiv. All das zusammen schafft eine ganz besondere Atmosphäre. Die Umgebung des Bergdorfes lohnt sich für Ausflüge.
Die Umgebung lässt sich zu Fuß, zu Pferd oder mit lokalen Geländewagentouren erkunden. Dabei bewegst du dich in einer für die Wixárika heiligen Landschaft. Begegne Pilgernden und Zeremonien mit Respekt, fotografiere Menschen nur nach ausdrücklicher Erlaubnis und behandle Wirikuta nicht wie eine gewöhnliche Touristenattraktion.


Chiapas: Maya-Stätten, Berge und Seen
14. Palenque
Palenque ist eine archäologische Stätte, die sich am westlichen Rand des Maya-Reiches im heutigen Bundesstaat Chiapas befindet. Palenque ist viel kleiner als einige seiner Maya-Nachbarstädte, aber es enthält einige der schönsten Architekturen und Skulpturen, die die Maya je geschaffen haben.
Die meisten Bauwerke in Palenque stammen aus der Zeit zwischen 600 und 800 n. Chr. Im Tempel der Inschriften wurde das Grab des Maya-Herrschers Pakal entdeckt, einer der bedeutendsten archäologischen Funde der Region.

15. Lagunas de Montebello und Chinkultic
Ein Tipp von Steffi von A World Kaleidoscope
Satte grüne Eichen- und Pinienwäldern, übersät mit Seen, die in den verschiedensten Blau- und Türkistönen leuchten. Klingt nach Kanada, Neuseeland oder Skandinavien? Falsch gedacht: Der Nationalpark Lagunas de Montebello befindet sich im äußersten Süden Mexikos im Bundesstaat Chiapas, direkt an der Grenze zu Guatemala und zählt für mich zu den schönsten Mexiko Sehenswürdigkeiten.
Nachdem dich der Colectivo (Minibus) aus Comitán am Eingang des Nationalparks absetzt, kannst du ein Tuktuk oder Taxi anheuern, um Dich zu den schönsten der insgesamt etwa 50 Seen bringen zu lassen. Die beiden wichtigsten Seen-Cluster sind die Lagunas de Colores und die Cinco Lagunas.
Das absolute Highlight war für mich jedoch die Übernachtung an der Laguna Tziscao. Während der Nationalpark an sich sowieso schon recht wenig besucht ist, findest du in den niedlichen Holzhütten am See die absolute Oase der Ruhe und Einsamkeit: als einziger Übernachtungsgast hatte ich unter der Woche den idyllischen See am Abend ganz für mich alleine.
Und als ob diese wunderbare Seen-Landschaft noch nicht genug wäre, befindet sich nur 2 Kilometer vom Montebello-Nationalpark die beeindruckende Maya-Ruine Chincultic. Nur extrem wenige Touristen verirren sich hier her – laut dem Kassenwärter manchmal nur 20 Besucher pro Tag. So kann man die überwucherten Tempel in aller Ruhe erkunden und vor allem den atemberaubenden Ausblick von der Acrópolis auf sich wirken lassen: direkt unter ihr befindet sich eine 50 Meter tiefer gelegene, mystisch-grüne Cenote, die für die Maya als Opferbecken diente.



Yucatán-Halbinsel: Maya-Kultur und Karibik
16. Tulum
Tulum verbindet eine spektakulär gelegene Maya-Stätte mit Karibikstränden, Cenoten und einem sehr touristischen Ort. Die Region ist deutlich teurer und voller als viele andere Teile Mexikos. Besuche die Ruinen möglichst früh und plane die aktuellen Zugangs- und Parkgebühren des Parque del Jaguar ein.
Ein weiterer Grund für einen Besuch ist eine der malerischsten Maya-Stätten, die auf 15 Meter hohen Klippen über der türkisfarbenen Karibik thront.
⮕ Mehr erfahren: Die Top 11 Tulum Sehenswürdigkeiten

17. Riviera Maya und Bacalar
Einst war die Karibikküste die Heimat der Maya, heute ist sie die sogenannte Riviera Maya, zu der auch die touristischen Städte Cancun, Playa del Carmen und Tulum gehören. Jenseits der großen Ferienorte entdeckst du Strände, Cenoten, Riffe und Schutzgebiete. Besonders lohnend sind Akumal, Cozumel, Sian Ka’an und die Lagune von Bacalar. Diese Orte kann ich dir besonders empfehlen:
- Ruinen von Tulum: Die einzigen Maya-Ruinen am Meer solltest du nicht verpassen.
- Akumal: In der wunderschönen Bucht von Akumal kannst du besonders gut Meeresschildkröten beobachten.
- Bacalar: Die strahlend blaue Lagune ist perfekt für ein paar Tage Entspannung.
- Puerto Morelos: Wer es eher ruhig abseits der Massen von Playa und Cancun mag, der sollte Puerto Morelos als Urlaubsziel auswählen.
- Isla Cozumel: Die Insel ist dank seiner beeindruckenden Unterwasserwelt ein tolles Ziel zum Schnorcheln und Tauchen.
- Sian Ka’an: Das Biosphärenreservat Sian Ka’an ist das größte Schutzgebiet in der mexikanischen Karibik und erstreckt sich über rund 650.000 Hektar auf einer Länge von 120 Kilometern von Norden nach Süden, zwischen den Gemeinden Tulum und Felipe Carrillo Puerto. Hier lassen sich Tiere aller Art beobachten und herrliche Ausflüge mit dem Kajak unternehmen.
⮕ Plane hier deine Yucatán Rundreise

18. Isla Holbox
Die kleine Isla Holbox im Norden der Halbinsel Yucatán habe ich besonders ins Herz geschlossen, weil es einfach ein extrem entspannter und traumhafter Ort mit Straßen aus Sand und einem guten Vibe ist. Wäre das Internet nicht so schlecht, wäre ich wohl Dauerbesucher. Die Schönheit von Holbox liegt in der Einfachheit, der Natur und dem langsamen Rhythmus, in dem sie existiert.
Neben der ganzen Entspannung kannst du mit dem Kanu in die Mangroven paddeln und vielfältige Vogelwelt der Insel erleben. Ein guter Zeitpunkt für einen Besuch ist der September, denn dann kannst du hier Walhaie beobachten.
⮕ Mehr erfahren: Isla Holbox

19. Chichén Itzá
Chichén Itzá ist Mexikos bekannteste Maya-Stätte und UNESCO-Welterbe. Neben der Kukulcán-Pyramide gehören der Große Ballspielplatz, der Kriegertempel und das Observatorium zu den wichtigsten Bauwerken. Komme möglichst zur Öffnung und prüfe Eintritt sowie letzten Einlass vorab, denn die Anlage ist stark besucht.
⮕ Erfahre mehr über Chichén Itzá

20. Mérida
Ich habe mich schon in den ersten Minuten nach meiner Ankunft in Mérida verliebt. In der Hauptstadt des Staates Yucatán geht es sehr entspannt, aber kulturell zu. Eine coole Kombination und definitiv eines meiner Mexiko Highlights. Rund um die Plaza Grande und den Paseo de Montejo finden regelmäßig Konzerte, Tanzveranstaltungen und kulturelle Programme statt.
Die Ciudad Blanca, die weiße Stadt, entdeckt man am besten von ihrem Hauptplatz, der Plaza Grande mit ihren großen, schattenspendenden Lorbeerbäumen und breiten Bürgersteigen aus. Hier sitzen die Einheimischen entspannt auf den zahlreichen Holzbänken und beobachten die Szenerie rund um die beeindruckende Kathedrale mit ihren zwei weithin sichtbaren Türmen.
Ein Streifzug durch Meridas Museen
Im Paseo de Montejo, auch Yucatáns Champs-Élysées genannt, kannst du die herrschaftlichen Villen aus dem 19. Jahrhundert bestaunen. Hier befindet sich auch das sehenswerte Anthropologiemuseum (Museo Regional de Antropología).
Ein Muss ist der Besuch im Museo del Mundo Maya mit seinen über 1100 Fundstücken aus der Maya-Epoche. Besonders vor dem Besuch einiger umliegender Ruinen wie Chichén Itzá oder Dzibilchaltun kann man hier vorab viel Wissen über die Maya-Kultur aufsaugen.
Ein wahres Fest für Feinschmecker
Wer nach so viel Kultur Hunger verspürt, ist genau am richtigen Ort gelandet. Mérida ist eine wahre Feinschmecker-Destination. Regionale Märkte, Street-Food-Stände, angesagte Szenelokale und familiengeführte Restaurants entführen dich in die kulinarische Welt einer der besten regionalen Küchen Mexikos.
Probiere authentische Gerichte wie Cochinita pibil (langsam, in einem Erdofen gegartes Schweinefleisch mit Annato-Paste), Relleno negro (Schwarzer Truthahneintopf) oder Papadzules (Maistortillas mit Ei & Tomatensauce). Übrigens, wenn du in Mérida ein eiskaltes Bier bestellst, gibt es in Lokalen wie dem Eladio’s oder Lucero del Alba traditionell Botanas, kleine Leckereien (vergleichbar mit spanischen Tapas), dazu. Sehr lecker – muy rico!


21. Cenoten auf der Yucatán-Halbinsel
Jana von Sonne-Wolken
Ich finde Mexiko bietet einfach die ideale Mischung aus spannender Kultur (ich sage nur: Maya-Ruinen), wunderschöner Natur und traumhaften Stränden, so dass man im Urlaub perfekt alles unter einen Hut bekommen kann. Meine persönlichen Mexiko Sehenswürdigkeiten sind die Cenoten, also teilweise oder vollständig eingestürzte ehemalige Kalksteinhöhlen, die es in dieser Häufigkeit nur in Mexiko, genauer gesagt auf der Halbinsel Yucatán gibt. Ob zum Baden, Schnorcheln oder Tauchen – jede Cenote für sich ist einzigartig und eine willkommene Erfrischung nach einem Erkundungstag von Maya-Ruinen und Kolonialstädten.
Welche Cenote darf es sein?
Alleine rund um Tulum so viele, dass man wirklich die Qual der Wahl hat. Einige sind erschlossen, einige bisher nur den Einheimischen bekannt. Meine Favoriten sind die Gran Cenote sowie die Cenote Calavera, die beide an der Straße von Tulum nach Cobá liegen. Auch die unterirdischen Cenoten X’keken und Samula, die sich direkt nebeneinander in der Nähe der Kolonialstadt Valladolid befinden, sind auf jeden Fall einen Abstecher wert.
Die wohl bekannteste Cenote Ik Kil in der Nähe der Chichén Itzá-Ruinen kann ich nur den Frühaufstehern unter euch empfehlen – denn nach 10/11 Uhr ist sie hoffnungslos überfüllt. Generell empfiehlt sich ein eigener Mietwagen, um die schönsten Cenoten zu erkunden, da sie fast immer außerhalb der Städte liegen und man nur so die Touristenströme meiden kann.


Welche Mexiko-Route passt zu dir?
Zwei Wochen: Mexiko-Stadt und Teotihuacán, anschließend Oaxaca und zum Abschluss Valladolid, Chichén Itzá, Bacalar oder Holbox. Wegen der großen Distanz zwischen Zentralmexiko und Yucatán ist ein Inlandsflug sinnvoll.
Drei Wochen: Ergänze entweder Chiapas mit Palenque und San Cristóbal de las Casas oder nimm dir mehr Zeit für Yucatán. Baja California, die Kupferschlucht und Zentralmexiko in eine einzige Drei-Wochen-Reise zu pressen, klingt auf der Karte machbar, ist in der Praxis aber vor allem Transit.
Für Details findest du hier meine Guides zur Yucatán-Rundreise, zu den Sehenswürdigkeiten auf Yucatán und zu den Highlights der Baja-California-Halbinsel.
Fakten über Mexiko

- Hauptstadt: Mexiko-Stadt
- Einwohner: rund 130 Millionen
- Fläche: etwa 1,96 Millionen km²
- Währung: Mexikanischer Peso (MXN)
- Sprache: Spanisch sowie zahlreiche anerkannte indigene Sprachen
- Zeitzonen: je nach Region mehrere Zeitzonen; Quintana Roo hat eine andere Zeit als große Teile der Yucatán-Halbinsel
- Stecker: Typ A und B; aus Deutschland, Österreich und der Schweiz brauchst du in der Regel einen Adapter
Beste Reisezeit für Mexiko
Eine einzige beste Reisezeit für ganz Mexiko gibt es nicht. Für viele Rundreisen sind November bis April angenehm, weil es in zahlreichen Regionen trockener ist. An der Karibik- und Golfküste dauert die Hurrikansaison offiziell von Juni bis November; starke Stürme sind nicht in jedem Jahr und nicht in jeder Region gleich wahrscheinlich.
Yucatán und Riviera Maya: November bis März sind meist trockener und weniger heiß. Zwischen Frühjahr und Herbst kann Sargassum die Karibikstrände beeinträchtigen. Zentralmexiko: November bis April sind gut für Städte und Kultur, in Höhenlagen können die Nächte kühl werden. Baja California: Winter und Frühjahr eignen sich für Roadtrips und Tierbeobachtungen, während der Sommer im Inland extrem heiß werden kann.

Anreise nach Mexiko
Die wichtigsten internationalen Flughäfen sind Mexiko-Stadt, Cancún und Guadalajara. Aus Europa gibt es je nach Saison Direktflüge sowie zahlreiche Verbindungen über Madrid, Paris, Amsterdam oder nordamerikanische Drehkreuze. Flugpläne und Preise ändern sich häufig, deshalb verzichte ich bewusst auf pauschale Angaben wie „täglich“ oder feste Einstiegspreise.
Prüfe vor der Abreise die aktuellen Einreisebestimmungen, die Anforderungen bei Transit über die USA oder Kanada und die erlaubte Aufenthaltsdauer.
Fortbewegung in Mexiko
Für große Distanzen sind Inlandsflüge oft sinnvoll. Aeroméxico, Volaris und Viva verbinden viele Städte, allerdings unterscheiden sich Gepäckregeln und Tarife deutlich. Auf mittleren Strecken sind komfortable Fernbusse eine gute Alternative. ADO ist vor allem im Süden und Südosten stark vertreten; in anderen Regionen fahren weitere Gesellschaften.
Ein Mietwagen lohnt sich besonders auf Yucatán und für einen Roadtrip durch Baja California. Fahre Überlandstrecken möglichst bei Tageslicht, plane Tankstopps in abgelegenen Gebieten voraus und prüfe den Endpreis inklusive ausreichender Haftpflichtversicherung. Der Tren Maya verbindet zahlreiche Orte im Südosten, ersetzt für abgelegene Cenoten und Naturziele aber nicht immer Bus oder Mietwagen.
Ist Mexiko sicher?
Die Sicherheitslage unterscheidet sich stark nach Bundesstaat, Stadt und sogar einzelner Straße. Millionen Menschen reisen jedes Jahr ohne Zwischenfälle nach Mexiko, trotzdem wäre die pauschale Aussage „Mexiko ist sicher“ unseriös. Für bestimmte Regionen bestehen ausdrückliche Reisewarnungen oder Abratungen. Prüfe deshalb kurz vor jeder Etappe die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.
- Fahre längere Überlandstrecken möglichst nur tagsüber und nutze Hauptstraßen.
- Bestelle Taxis über das Hotel, offizielle Taxistände oder etablierte Fahrdienste.
- Zeige Wertgegenstände nicht offen und lasse Gepäck nicht sichtbar im Auto.
- Nutze Geldautomaten möglichst in Banken oder Einkaufszentren und hebe nicht nachts allein ab.
- Informiere dich lokal über die aktuelle Lage, besonders in Grenzregionen und bei spontanen Roadtrip-Änderungen.
Reisekosten in Mexiko
Mexiko ist nicht überall günstig. Tulum, Los Cabos, Holbox und Teile von Mexiko-Stadt können deutlich teurer sein als kleinere Orte im Landesinneren. Auch Weihnachten, Ostern und mexikanische Ferienzeiten treiben Hotelpreise nach oben. Als grobe Planung für 2026, jeweils pro Person und ohne Langstreckenflug:
| Reisestil | Typisch enthalten | Tagesbudget |
|---|---|---|
| Budget | Hostels, lokales Essen, Busse | etwa 55–85 € pro Tag |
| Mittelklasse | Doppelzimmer, Restaurants, Ausflüge | etwa 100–180 € pro Tag |
| Komfort | gute Hotels, Mietwagen oder private Transfers | ab etwa 200 € pro Tag |
Die Werte sind Orientierung, keine festen Preise. Bei Mietwagen zählen Versicherungen und Einweggebühren, bei archäologischen Stätten können mehrere staatliche und lokale Gebühren zusammenkommen. Bezahle nach Möglichkeit in Pesos und lehne am Kartenlesegerät eine ungünstige Umrechnung in Euro ab.
Internet und SIM-Karte in Mexiko
In Städten und touristischen Regionen ist die Mobilfunkabdeckung meist gut. Eine lokale Prepaid-SIM, beispielsweise von Telcel, bekommst du in vielen Shops; alternativ kannst du vor der Reise eine eSIM aktivieren. In ländlichen Teilen von Chiapas, in der Wüste und auf langen Etappen durch Baja California solltest du Offlinekarten herunterladen.
WLAN ist in Hotels, Cafés und Restaurants weit verbreitet, die Qualität schwankt aber. Wenn du unterwegs arbeitest oder Navigation brauchst, würde ich mich nicht allein darauf verlassen.
Mein Fazit zu Mexikos Sehenswürdigkeiten
Mexiko belohnt langsames Reisen. Statt möglichst viele Punkte auf einer riesigen Karte abzuhaken, würde ich eine Region wirklich erleben: morgens auf einem Markt frühstücken, eine Maya-Stätte früh besuchen, zwischendurch in einer Cenote baden und auch Zeit für Orte lassen, die nicht im Reiseplan stehen. Genau dort entstehen meist die Erinnerungen, die länger bleiben als jede Top-21-Liste.
Welche Region oder Sehenswürdigkeit hat dich in Mexiko am meisten beeindruckt? Schreib es mir gern in die Kommentare.