Fünf Geldautomaten. So viele brauchte ich einmal in La Paz, bis endlich einer bereit war, mir bolivianische Scheine auszuspucken. Ein Automat war leer, einer lehnte meine Karte ab, einer wollte eine unverschämte Gebühr und ein weiterer beendete die Transaktion ohne nachvollziehbare Erklärung.
Wer länger durch Südamerika reist, erlebt früher oder später seine ganz persönliche Geldautomaten-Odyssee.
Dabei geht es nicht nur darum, überhaupt Bargeld zu bekommen. Mit der falschen Kreditkarte zahlst du bei jeder Abhebung, jeder Restaurantrechnung und jeder Hotelbuchung mitunter zusätzliche Gebühren. Über mehrere Wochen können so schnell 50, 100 oder noch mehr Euro zusammenkommen. Das ist Geld, das ich lieber für ein gutes Ceviche, eine Tour durch die Anden oder ein paar zusätzliche Reisetage ausgebe.
In diesem Artikel erfährst du, welche Kreditkarte meine Wahl für Südamerika ist, wie du günstig Bargeld abhebst und welche Gebührenfallen du unbedingt vermeiden solltest.
Welche Kreditkarte ist für Südamerika am besten?
Für viele Reisen nach Südamerika ist die Hanseatic GenialCard aktuell eine meiner bevorzugten Karten. Sie kostet dauerhaft keine Jahresgebühr, verlangt keine Fremdwährungsgebühr und berechnet für Bargeldabhebungen im Ausland kein eigenes Entgelt. Außerdem handelt es sich um eine Visa-Kreditkarte mit einem echten Kreditrahmen – ein Vorteil bei Mietwagenbuchungen und Hotelkautionen.
Allerdings gibt es zwei wichtige Einschränkungen:
- Die Karte wird standardmäßig mit Teilzahlung ausgegeben. Diese solltest du sofort auf vollständigen Rechnungsausgleich umstellen.
- Laut Hanseatic Bank ist der Einsatz in Kolumbien derzeit nicht beziehungsweise nur sehr eingeschränkt möglich.
Die GenialCard sollte daher nie deine einzige Karte sein. Meine Empfehlung für Südamerika lautet: mindestens zwei räumlich getrennte Karten mitnehmen, möglichst eine Visa und eine Mastercard.
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Wenn du erst verschiedenste Karten vergleichen lassen möchtest, findest du bei Capitalo einen umfangreichen und laufend aktualisierten Vergleich von Kreditkarten zum Reisen.

Was muss eine gute Kreditkarte für Südamerika können?
Eine Kreditkarte wird nicht dadurch zur Reisekreditkarte, dass auf der Website ein schicker Palmenstrand abgebildet ist. Entscheidend sind die tatsächlichen Konditionen.
Keine Fremdwährungsgebühr
In fast ganz Südamerika (mit Ausnahme von Französisch-Guayana) bezahlst du außerhalb des Euro-Währungsraums. Manche Banken berechnen für jede Zahlung in einer anderen Währung also ein Auslandseinsatzentgelt beziehungsweise eine Fremdwährungsgebühr.
Üblich sind bei vielen klassischen Kreditkarten etwa 1,5 bis 2 Prozent des Umsatzes. Das wirkt zunächst überschaubar. Gibst du während einer längeren Reise aber 4.000 Euro mit der Karte aus, kostet dich eine Fremdwährungsgebühr von 2 Prozent bereits 80 Euro.
Eine gute Kreditkarte für Südamerika sollte deshalb weltweit ohne zusätzliche Fremdwährungsgebühr funktionieren.
Keine Abhebegebühr der kartenausgebenden Bank
Beim Geldabheben können zwei unterschiedliche Gebühren entstehen:
- Das Entgelt deiner deutschen Bank oder deines Kartenanbieters
- Die Gebühr des Geldautomatenbetreibers vor Ort
Eine gute Reisekreditkarte verzichtet auf das erste Entgelt. Die lokale Betreibergebühr kann deine Bank dagegen meist nicht verhindern. Sie wird dir vor der Bestätigung unmittelbar am Automaten angezeigt.
Wenn eine Abhebung 4 Euro lokale Betreibergebühr kostet, ist es sinnvoller, einmal 200 Euro statt viermal 50 Euro abzuheben, sofern das Automatenlimit und die Sicherheitslage das zulassen.
Möglichst hohe Akzeptanz
Visa und Mastercard werden in Südamerika am häufigsten akzeptiert. American Express kann in größeren Hotels, gehobenen Restaurants und internationalen Geschäften funktionieren, ist aber als einzige Reisekarte zu riskant.
Ich habe deshalb grundsätzlich mindestens eine Visa und eine Mastercard dabei. Das ist vor allem auch nützlich, sollte mal eine Karte nicht funktionieren, vom Geldautomat verschluckt oder gestohlen werden.
Ein echter Kreditrahmen
Debitkarten funktionieren beim Einkaufen und Geldabheben häufig problemlos. Bei Mietwagen kann das aber schnell zu Problemen führen. Für die Kaution wird teilweise ausdrücklich eine echte Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers verlangt.
Bei einer Debitkarte wird ein Betrag direkt vom Girokonto abgebucht oder reserviert. Eine echte Kreditkarte stellt dagegen einen separaten Verfügungsrahmen zur Verfügung. Gerade für einen Roadtrip mit dem Mietwagen durch Chile und Argentinien ist das ein wichtiger Unterschied, den viele Verleiher verlangen eine echte Kreditkarte.
Mehr Hintergründe zu Kartenarten und weiteren Anbietern findest du auch in meinem großen Vergleich der besten Reisekreditkarten.
Warum ich die Hanseatic GenialCard als Kreditkarte für Südamerika empfehle
Die GenialCard ist eine echte Visa-Kreditkarte der Hanseatic Bank. Du musst dafür kein neues Girokonto eröffnen, sondern kannst dein bestehendes Konto als Referenzkonto hinterlegen.
Laut den aktuellen Konditionen der Hanseatic Bank gelten für Neukunden folgende Leistungen:
| Leistung | Hanseatic GenialCard |
|---|---|
| Jahresgebühr | 0 Euro |
| Fremdwährungsgebühr | 0 Prozent |
| Kartenzahlungen weltweit | gebührenfrei |
| Bargeldabhebung im Ausland | gebührenfrei seitens Hanseatic Bank |
| Kartentyp | Visa-Kreditkarte mit Kreditrahmen |
| Neues Girokonto erforderlich | Nein |
| Apple Pay und Google Pay | Ja |
| Reiseversicherung inklusive | Nein |
| Effektiver Jahreszins bei Teilzahlung | 19,92 Prozent |
| Voraussetzung | Wohnsitz und regelmäßiges Einkommen in Deutschland |
Besonders überzeugend finde ich die Kombination aus echter Kreditkarte, fehlender Jahresgebühr und gebührenfreiem Auslandseinsatz. Viele kostenlose Karten sind inzwischen Debitkarten oder verlangen außerhalb des Euroraums ein zusätzliches Entgelt.
Mit der App kannst du Umsätze kontrollieren, eine Wunsch-PIN festlegen, Sicherheitseinstellungen verändern und die Karte bei Bedarf sperren. Außerdem lässt sich einstellen, ob die Karte im Ausland oder für Onlinekäufe verwendet werden darf.
Achtung: Teilzahlung unbedingt ausschalten
Hier liegt die größte Kostenfalle der GenialCard. Bei der Beantragung ist standardmäßig eine Teilzahlung von 3 Prozent des offenen Betrags, mindestens jedoch 20 Euro pro Monat, eingestellt. Nach einer zeitlich begrenzten zinsfreien Neukundenphase beträgt der effektive Jahreszins laut Hanseatic Bank 19,92 Prozent.
Eine vermeintlich kostenlose Karte kann dadurch teuer werden.
Stelle die Rückzahlung deshalb direkt nach Erhalt der Karte in der App oder im Onlinebanking auf zinsfreien Kompletteinzug beziehungsweise 100 Prozent Vollzahlung um. Die Hanseatic Bank bestätigt, dass diese Umstellung jederzeit möglich ist.
Wer seine Kreditkartenrechnung jeden Monat vollständig ausgleicht, vermeidet so also die Teilzahlungszinsen.
Kreditkarten für Südamerika im Vergleich
Keine Karte ist für alle Reisenden automatisch die beste. Die folgende Übersicht zeigt einige der interessantesten Optionen für Menschen mit Wohnsitz in Deutschland. Konditionen können sich jederzeit ändern und sollten vor der Beantragung direkt beim Anbieter geprüft werden.
Hanseatic GenialCard
- Jahresgebühr
- 0 €
- Fremdwährungsgebühr
- 0 %
- Bargeldabhebung
- 0 € seitens Hanseatic Bank
- Kartentyp
- Echte Visa-Kreditkarte
Wichtig: Teilzahlung ist voreingestellt; der Karteneinsatz in Kolumbien ist eingeschränkt.
GenialCard ansehen*Bank Norwegian Visa
- Jahresgebühr
- 0 €
- Fremdwährungsgebühr
- 0 %
- Bargeldabhebung
- 0 € seitens Anbieter
- Kartentyp
- Echte Visa-Kreditkarte
Wichtig: Hohe Teilzahlungszinsen und die Bedingungen der Reiseversicherungen beachten.
TF Mastercard Gold
- Jahresgebühr
- 0 €
- Fremdwährungsgebühr
- 0 %
- Bargeldabhebung
- Keine Abhebegebühr
- Kartentyp
- Echte Mastercard
Wichtig: Bargeldabhebungen werden ab dem Buchungstag verzinst.
DKB Visa Debitkarte
- Jahresgebühr
- Kostenlos zum Girokonto
- Fremdwährungsgebühr
- 0 % mit Aktivstatus
- Bargeldabhebung
- Kostenlos mit Aktivstatus
- Kartentyp
- Debitkarte
Wichtig: Girokonto und Aktivstatus nötig; nicht ideal für jede Mietwagenkaution.
Bank Norwegian Visa
Die Bank Norwegian Visa ist eine interessante kostenlose Alternative. Sie verlangt keine Jahres- oder Fremdwährungsgebühr und berechnet selbst keine Gebühr für Abhebungen. Außerdem beinhaltet sie eine Reise- und Reiserücktrittsversicherung.
Der Versicherungsschutz gilt allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Unter anderem müssen mindestens 50 Prozent der relevanten Reise- beziehungsweise Transportkosten mit der Karte bezahlt worden sein. Die Reise muss in Deutschland beginnen und enden. Zusätzlich gibt es Alters-, Dauer- und Leistungseinschränkungen.
Bei Teilzahlung werden derzeit 24,4 Prozent effektiver Jahreszins berechnet. Auch hier gilt deshalb: Rechnung vollständig begleichen.
TF Mastercard Gold
Die TF Mastercard Gold eignet sich gut als Ergänzung zur Visa-Karte, weil sie über das Mastercard-Netzwerk läuft. Sie hat keine Jahres- oder Fremdwährungsgebühr und umfasst unter bestimmten Voraussetzungen Reiseversicherungen.
Der entscheidende Nachteil für Bargeldreisende: Zwar berechnet die TF Bank keine eigentliche Abhebegebühr, Bargeldabhebungen werden aber laut Anbieter ab dem Buchungstag verzinst. Kostenlos abheben heißt hier also nicht automatisch zinsfrei abheben.
Als Backup für Kartenzahlungen kann die TF Mastercard interessant sein. Für regelmäßige Bargeldabhebungen finde ich die Hanseatic GenialCard angenehmer.
DKB Visa Debitkarte
Die DKB Visa Debitkarte ist kostenlos im DKB-Girokonto enthalten. Kunden mit Aktivstatus können weltweit ohne DKB-eigene Abhebe- und Fremdwährungsgebühren bezahlen und Bargeld abheben. Ohne Aktivstatus fällt außerhalb des Euroraums dagegen ein Fremdwährungsentgelt an.
Da es sich um eine Debitkarte handelt, kann sie bei einzelnen Autovermietungen oder Hotels abgelehnt werden. Die optionale echte DKB-Kreditkarte kostet derzeit 2,49 Euro im Monat.
So vermeidest du Gebühren am Geldautomaten
Selbst mit einer guten Reisekreditkarte kannst du am Automaten Geld verlieren. Die folgenden Regeln haben mir auf meinen Reisen am meisten geholfen.
Immer in der Landeswährung abrechnen lassen
Wenn ein Automat fragt, ob du in Euro oder in der lokalen Währung abrechnen möchtest, wähle immer die Landeswährung. Die Umrechnung in Euro wird als Dynamic Currency Conversion, kurz DCC, bezeichnet. Der Automat legt dabei seinen eigenen Wechselkurs fest, der häufig deutlich schlechter ist.
Auch die Verbraucherzentrale warnt vor der direkten Umrechnung in Euro. Begriffe wie „garantierter Wechselkurs“ oder „Auszahlung mit Umrechnung“ klingen sicher, sind aber häufig nur teuer verpacktes Marketing.
Drücke stattdessen auf:
- „Decline Conversion“
- „Without Conversion“
- „Continue in Local Currency“
- „Rechazar conversión“
- „Continuar sin conversión“
Wichtig: Du lehnst damit nicht die Auszahlung ab, sondern nur den Wechselkurs des Automatenbetreibers.
Betreibergebühr prüfen und notfalls abbrechen
Bevor das Geld ausgezahlt wird, zeigt der Automat normalerweise seine eigene Gebühr an. Ist sie unverhältnismäßig hoch, kannst du den Vorgang abbrechen und einen Automaten einer anderen Bank ausprobieren.
Gerade in touristischen Gegenden unterscheiden sich Gebühren und Abhebelimits erheblich. Vermeide nach Möglichkeit freistehende Automaten dubioser privater Betreiber und nutze Geldautomaten in Bankfilialen, Einkaufszentren oder Supermärkten.
Meine wichtigsten Empfehlungen nach Ländern
- Mexiko: zuerst BanBajío oder Banamex, BBVA möglichst vermeiden.
- Costa Rica: zuerst BCR oder Banco Nacional testen.
- Kolumbien: Bancoomeva ist oft am günstigsten, Davivienda bietet teilweise höhere Limits.
- Ecuador: Banco Guayaquil ist meist die verlässlichste günstige Wahl.
- Peru: immer zuerst nach einem MultiRed-Automaten der Banco de la Nación suchen.
- Bolivien: BNB, Banco Unión oder Banco Mercantil Santa Cruz ausprobieren.
- Chile: BancoEstado, Santander und Scotiabank direkt vergleichen.
- Argentinien: Geldautomaten nach Möglichkeit komplett vermeiden.
- Brasilien: Banco do Brasil oder Bradesco nutzen.
Lieber wenige sinnvolle Abhebungen
Verlangt der Automat eine feste Betreibergebühr, wird häufiges Abheben kleiner Beträge teuer. Trotzdem solltest du nicht mit einem riesigen Bargeldbündel durch eine unbekannte Stadt laufen.
Ich hebe meist genug Geld für einige Tage ab und verteile es anschließend:
- einen kleinen Betrag ins Portemonnaie
- einen Teil in eine verschließbare Innentasche
- eine Reserve getrennt im Gepäck oder Hotelsafe
Weitere praktische Hinweise findest du in meinen Artikeln über das Geldwechseln in Südamerika und über Sicherheit in Südamerika.
Unterschiede bei Zahlungen mit Kreditkarten nach Ländern
Südamerika ist kein einheitlicher Zahlungsraum. Was in Santiago problemlos funktioniert, kann in einem Andendorf oder auf einer Insel ganz anders aussehen.
Chile
Chile ist ausgesprochen kartenfreundlich. In Santiago, Valparaíso und anderen größeren Städten kannst du selbst kleine Beträge häufig mit Karte bezahlen. Bargeld brauchst du eher auf lokalen Märkten, in ländlichen Regionen und bei kleineren Anbietern.
Chilenische Geldautomaten verlangen von ausländischen Karten häufig eine lokale Betreibergebühr. Probiere verschiedene Banken aus und akzeptiere niemals eine Umrechnung in Euro. Mehr dazu steht in meinen ausführlichen Chile-Reisetipps.
Peru und Bolivien
In Lima, Cusco, Arequipa oder La Paz funktionieren Kartenzahlungen meist gut. Außerhalb der Städte solltest du ausreichend Bargeld mitnehmen. In kleinen Andendörfern, auf lokalen Märkten und bei familiengeführten Unterkünften ist Kartenzahlung häufig nicht möglich, wobei auch das dank kleiner mobiler Kartengeräte zunimmt.
Warte nicht bis zum letzten Schein. Automaten können leer sein oder ausländische Karten ohne erkennbare Begründung ablehnen.
Argentinien
Argentinien ist ein Sonderfall. Wechselkurse, Inflationsentwicklung und Zahlungsbedingungen können sich schnell verändern. Internationale Karten sind in Städten weitverbreitet, während Geldautomaten oft niedrige Limits mit vergleichsweise hohen Gebühren kombinieren.
Ich nutze dort Automaten möglichst nur im Notfall und kombiniere Kartenzahlungen mit einer Bargeldreserve. Aktuelle Details findest du in meinem Guide zum Thema Geld in Argentinien.
Kolumbien
In Bogotá, Medellín, Cartagena und anderen Städten findest du problemlos Geldautomaten. Lokale Betreiber können allerdings Gebühren verlangen und die Auszahlungsbeträge begrenzen.
Aufgrund der von Hanseatic genannten Einschränkung solltest du dich in Kolumbien nicht auf die GenialCard verlassen. Eine alternative Visa oder Mastercard gehört zwingend ins Gepäck.
Ecuador
Ecuador verwendet den US-Dollar als offizielle Währung. Trotzdem können Geldautomaten lokale Betreibergebühren berechnen. Außerhalb der größeren Städte sind kleinere Scheine wichtig, da Geschäfte große Dollarnoten nicht immer wechseln können.
Sicherheit beim Geldabheben in Südamerika
Nutze möglichst Automaten innerhalb einer Bankfiliale oder eines bewachten Einkaufszentrums. Sollte die Karte eingezogen werden, hast du während der Öffnungszeiten zumindest einen Ansprechpartner.
Außerdem empfehle ich:
- PIN-Eingabe immer abdecken
- Kartenleser kurz auf auffällige Aufsätze prüfen
- keine Hilfe von fremden Personen am Automaten annehmen
- Bargeld nicht direkt vor dem Automaten zählen
- Push-Benachrichtigungen für Umsätze aktivieren
- Kartenlimit nur so hoch einstellen wie nötig
- Notfallnummern getrennt von der Karte speichern
- Haupt- und Ersatzkarte niemals am gleichen Ort aufbewahren
Ich nehme auf längeren Reisen drei Karten mit. Eine steckt griffbereit im Portemonnaie, die zweite bleibt sicher im Gepäck und die dritte dient als eiserne Reserve. Das klingt vielleicht übervorsichtig, aber meine Erfahrung hat gezeigt, dass es jederzeit vorkommen kann, dass der Automat eine Karte einzieht oder eine Bank wegen einer ungewöhnlichen Zahlung vorsorglich den Auslandseinsatz blockiert.
Meine Empfehlung
Für Reisende mit Wohnsitz in Deutschland ist die Hanseatic GenialCard eine sehr gute Kreditkarte für große Teile Südamerikas. Sie bietet genau die Eigenschaften, die unterwegs wichtig sind:
- keine Jahresgebühr
- keine Fremdwährungsgebühr
- keine eigene Gebühr für Auslandsabhebungen
- echte Visa-Kreditkarte mit Verfügungsrahmen
- kein neues Girokonto erforderlich
- Steuerung und Kartensperre über die App
Du musst allerdings die voreingestellte Teilzahlung auf Vollzahlung ändern. Außerdem brauchst du wegen der aktuellen Einschränkung in Kolumbien und als allgemeine Sicherheitsreserve mindestens eine zweite Karte.
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Die beste Kombination ist für mich eine gebührenfreie Visa-Kreditkarte als Hauptkarte, eine Mastercard als Backup und eine überschaubare Bargeldreserve. Damit bist du nicht gegen jedes technische Problem gefeit – aber erheblich besser vorbereitet, wenn der sechste Automat in La Paz auch keine Lust auf deine Karte hat.
Häufige Fragen zur Kreditkarte in Südamerika
Kann ich in Südamerika überall mit Kreditkarte bezahlen?
Nein. In Großstädten und touristischen Regionen werden Visa und Mastercard häufig akzeptiert. In kleineren Orten, auf Märkten, in abgelegenen Andenregionen und bei lokalen Anbietern benötigst du weiterhin Bargeld.
Ist Visa oder Mastercard in Südamerika besser?
Beide Kartensysteme sind weit verbreitet. Idealerweise nimmst du eine Visa und eine Mastercard mit. So hast du eine Alternative, wenn ein Automat oder Händler nur eines der Systeme akzeptiert.
Sollte ich am Geldautomaten Euro oder Landeswährung wählen?
Wähle immer die Landeswährung und lehne die direkte Umrechnung in Euro ab. Andernfalls bestimmt der Automatenbetreiber den Wechselkurs, der häufig deutlich schlechter ausfällt.
Reicht eine Kreditkarte für eine Südamerika-Reise?
Nein. Ich empfehle mindestens zwei Karten, idealerweise von unterschiedlichen Anbietern und aus verschiedenen Kartennetzwerken. Bewahre sie an getrennten Orten auf.
Brauche ich zusätzlich Bargeld?
Ja. Eine kleinere Bargeldreserve ist vor allem für Märkte, Trinkgeld, öffentliche Verkehrsmittel und abgelegene Regionen sinnvoll. Größere Bargeldmengen solltest du aus Sicherheitsgründen vermeiden.